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Do, 30. September 2010, 09:16

Software::Desktop::Gnome

GNOME 2.32 veröffentlicht

Die GNOME-Entwickler haben GNOME 2.32 offiziell freigegeben. Die letzte Version von GNOME 2 wartet mit einer Reihe interessanter Neuerungen auf.

GNOME 2.32

gnome.org

GNOME 2.32

Die Anzahl der Neuerungen ist den Veröffentlichungsanmerkungen zufolge begrenzt, dennoch sind es zu viele, um alle aufzuzählen. Das Hauptaugenmerk der Entwickler liegt bereits auf GNOME 3.0, das im April 2011 erscheinen soll.

GNOME 2.32 enthält eine neue, umfassende Farbverwaltung (gnome-color-manager) und Unterstützung von UPnP. Gnome-speech wird durch opentts ersetzt, einem Fork von Speech Dispatcher. Die Bildschirmtastatur gok wird durch Caribou ersetzt. Neu sind außerdem vor allem der Composite-Window-Manager Mutter und Rygel. Rygel sorgt für Multimedia-Streaming unter Nutzung des DNLA-Protokolls.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Änderungen für Anwender gegenüber GNOME 2.30. Der Dokumentenbetrachter Evince unterstützt nun das Hinzufügen von neuen Anmerkungen und SyncTex. Für die Barrierefreiheit wurde die AtkText-Schnittstelle implementiert, die maximal erlaubte Vergrößerung wurde erhöht. Der Bildbetrachter Eye of GNOME kann nun SVG-Grafiken nativ darstellen, was ein besseres Vergrößern und Drucken ermöglicht.

Das Instant-Messaging-Programm Empathy kann nun nach Kontakten suchen, die gerade online sind, Kontakte über Metakontakte miteinander verknüpfen, das Loggen auf Wunsch abschalten, geschlossene Tabs wieder öffnen, IRC-Konten mit dem Konten-Assistent konfigurieren, und einiges mehr. Der Dateimanager Nautilus bietet jetzt einen Dialog zum Lösen von Konflikten beim Kopieren oder Verschieben von Dateien und zeigt mehr Informationen zu gelöschten Dateien samt Button zum direkten Wiederherstellen an. Der Medienplayer Totem unterstützt nun das automatische Deinterlacing und soll nicht mehr die Bedienung blockieren, während er Playlisten einliest.

Entwickler können nun auf GTK+ 2.22 bauen, das bereits für den Wechsel zu GTK+ 3 vorbereitet ist und entsprechende Kompatibilitätsfunktionen anbietet. Glib 2.26 ersetzt das GConf-API durch GSettings, enthält eine D-Bus-Klasse, ein neues Datums- und Zeit-API, Unterstützung für statische Dtrace- oder Systemtap-Marker und andere Verbesserungen. Die Entwicklungsumgebung Anjuta unterstützt die Sprachen Python und Vala jetzt vollständig. Metakontakte können mit der neuen Bibliothek libfolks gehandhabt werden. In Devhelp kann man nun spezifische Handbücher ausschließen. Weitere Einzelheiten nennen die Veröffentlichungsanmerkungen.

Der Quellcode von GNOME 2.32 steht auf den Download-Servern des Projektes für die sechs Untereinheiten Platform, Desktop, Mobile, Devtools, Admin und Bindings bereit. Zum Compilieren kann man jhbuild verwenden. Binärpakete werden von verschiedenen Distributoren bereitgestellt.

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