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Fr, 1. Oktober 2010, 10:58

Software::Web

WebP: VP8 für Bilder

Nachdem in den letzten Jahren die Zahl der Webseiten stark zugenommen hat und Bilder einen Großteil der Inhalte und damit der Übertragungszeiten ausmachen, arbeitet Google an einem neuen Bildformat, das einen bessere Kompression bieten soll als die teils schon in die Jahre gekommenen, heute hauptsächlich verwendeten Formate.

Das neue von Google entwickelte Format WebP nutzt einen auf dem Videocodec VP8 beruhenden Kompressionsalgorithmus. In einem RIFF-Container wird das Bild in Form eines VP8-Bitstreams abgelegt. Im RIFF-Header lassen sich Metadaten zum Bild unterbringen. Der VP8-Kompressionsalgorithmus betrachtet nebeneinander liegende Pixelblöcke, um die Werte in einem Block vorherzusagen, wobei die Größe der Pixelblöcke variieren kann. Anschließend werden nur die Unterschiede zwischen Realität und Vorhersage codiert. Da diese oft nicht existieren (die Differenz beträgt Null), lassen sich hohe Kompressionsraten erzielen. Alles, was nicht Null ist, wird am Ende wie bei heutigen Bildern auch transformiert und quantisiert und so der Inhalt kodiert.

Um den neuen Codec zu testen, hat Google willkürlich eine Million Bilder aus dem Web herausgepickt und ins WebP-Format konvertiert. Die WebP-Bilder benötigten im Durchschnitt 39 Prozent weniger Platz. In einer Galerie zeigt Google originale und konvertierte Bilder, so dass Aussagen zur Qualität getroffen werden können.

Momentan befindet sich WebP noch im Entwicklungstadium. Google plant, das Format noch um eine Ebene für Transparenz zu erweitern. Auf Webseiten werden die Bilder erst verwendet werden können, wenn das WebP-Format von Browsern unterstützt wird. Der Suchmaschinengigant arbeitet gerade an einem Patch für die Webkit-Engine, die nächste Google-Chrome-Version soll WebP bereits nativ unterstützen. Wer schon jetzt mit WebP experimentieren möchte, benötigt den VP8-Codec, um Bilder im WebP-Format anzeigen zu können. Webpconv, das Werkzeug, das jpg-, png- und gif-Bilder in WebP-Bilder umwandelt, ist auf der Google-Code-Seite des Projekts zu finden.

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