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Di, 5. Oktober 2010, 10:05

Software::Distributionen::Debian

Debian stimmt über Mitgliedschaft ab

Die Debian-Entwickler müssen in den nächsten zwei Wochen darüber abstimmen, ob Personen, die keine Pakete pflegen, aufgrund von anderen Beiträgen zu Debian-Entwicklern werden dürfen.

Software in the Public Interest (SPI)

Zum zweiten Mal in diesem Jahr sind die Debian-Entwickler zur Wahl aufgerufen. Nachdem im April Stefano Zacchiroli zum neuen Debian-Projektleiter gewählt wurde, stellt der neue Projektleiter jetzt einen Vorschlag zur Ergänzung der Debian-Statuten in den Raum.

Debian-Entwickler konnten bisher nur die Leute werden, die Pakete betreuen. Darüber hinaus gibt es aber seit Anbeginn der Distribution auch viele andere Aufgaben, die erledigt werden müssen. Bisher wurden diese entweder von Debian-Entwicklern mit ausgeführt oder von Außenstehenden. Diese Menschen, die teils erhebliche Beiträge zu Debian geleistet haben, will Stefano Zacchiroli nun stärker integrieren. Sie sollen den Status von Debian-Entwicklern erhalten können, sofern sie sich mit den Zielen von Debian identifizieren und Kenntnisse der Debian-Verfassung und -Richtlinien nachweisen können. Dadurch erhalten sie insbesondere auch das Stimmrecht bei künftigen Entscheidungen.

Solche Debian-Entwickler, die beispielsweise bei Übersetzungen, Wartung der Infrastruktur und der Webseite, Portierung, Fehlerkorrekturen und Qualitätssicherung, Verwaltungsaktivitäten, Kommunikation und rechtlicher Unterstützung mitwirken können, sollen keine Schreibrechte für das Paketarchiv erhalten, was durch entsprechende Zugriffsrechte auf den Servern sichergestellt werden soll. Ansonsten werden sie aber den bisherigen Entwicklern gleichgestellt. Die genauen Kriterien für die Aufnahme in Debian müssen allerdings noch ausgearbeitet werden.

Da es für diese Abstimmung nur einen Vorschlag gibt, ist nur eine Zustimmung oder Ablehnung möglich. Stefano Zacchiroli erwartet eine breite Zustimmung zu dem Vorschlag. Das Ergebnis wird in zwei Wochen feststehen.

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