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Mi, 13. Oktober 2010, 13:52

Gemeinschaft

Document Foundation veröffentlicht Manifest

Das zehnjährige Bestehen der OpenOffice.org-Gemeinschaft nimmt die Document Foundation zum Anlass, ein Manifest für die nächste Dekade zu veröffentlichen.

Vor zehn Jahren öffnete Sun den Quellcode des ein Jahr zuvor aufgekauften StarOffice und startete das Projekt OpenOffice.org. Zehn Jahre später, nachdem Sun von Oracle geschluckt wurde, sah sich die Gemeinschaft gezwungen, sich von Oracle loszusagen und das Projekt LibreOffice und die Document Foundation zu gründen. Mit dem jetzt publizierten Manifest, dem Next Decade Manifesto, will die Organisation die Herausforderungen für die nächsten zehn Jahre formulieren.

André Schnabel, langjähriger Mitarbeiter bei OpenOffice.org, ist der Ansicht, dass OpenOffice.org schon bisher schier Unglaubliches geleistet hat. Nur durch die Mithilfe tausender Freiwilliger war das möglich. Das nächste Ziel lautet, ohne die Mithilfe von Oracle das Projekt unter dem Namen LibreOffice weiter auszubauen. Alle Interessenten sind aufgerufen, die freie Büro-Suite zu unterstützen.

Ziele der Document Foundation sind laut dem Manifest die Überwindung der »digitalen Kluft« durch die kostenlose Bereitstellung der freien Büro-Software; die Unterstützung der Erhaltung von Sprachen durch zahlreiche Übersetzungen; der Werterhalt der Dokumente, indem diese in Formaten gespeichert werden, die durch offene Standards definiert wurden; und ein offener Entwicklungsprozess, der höchste Qualitätsansprüche stellt.

Umgekehrt lehnt die Document Foundation Büro-Suiten von Monopolisten ab. Diese forderten de facto eine Steuer, die finanziell Schwache benachteilige. Sie wendet sich ferner gegen die schleichende Dominierung von Desktops durch eine einzige Sprache, die Benutzer dazu zwingen würde, eine Fremdsprache zu lernen; gegen die Vereinnahmung von Dateiformaten durch proprietäre Software-Hersteller, da Dokumente unter allen Umständen denen gehören müssten, die sie geschrieben haben; und gegen einen geschlossenen Entwicklungsprozess, in dem Fehler versteckt werden und schlechte Qualität akzeptiert wird.

Die Stiftung will aufgrund dieser Prinzipien demokratisch agieren. Die Mitgliedschaft soll jedem offen stehen, der den Wertvorstellungen der Foundation zustimmt und zu ihren Aktivitäten beiträgt. Auch Firmen sind aufgerufen, Beiträge zu leisten, beispielsweise durch die Bezahlung von Mitarbeitern, die an LibreOffice arbeiten. Die Foundation wird nicht gewinnorientiert agieren.

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Kommentare (Insgesamt: 4 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Was ich nicht verstehe... (myshelf, So, 31. Oktober 2010)
Was ich nicht verstehe... (Rübezahl, Do, 14. Oktober 2010)
Re: jetzt fehlt nur noch etwas Werbung (blablabla, Mi, 13. Oktober 2010)
jetzt fehlt nur noch etwas Werbung (werbefachmann, Mi, 13. Oktober 2010)
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