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Di, 19. Oktober 2010, 13:28

Software::Büro

Oracle lädt LibreOffice-Mitglieder aus dem OpenOffice-Rat aus

In einem Online-Meeting des OpenOffice.org Community Council haben Mitarbeiter von Oracle die Mitglieder der Ende September gegründeten Document Foundation aufgefordert, sich für eine Seite zu entscheiden und das Gremiums notfalls zu verlassen.

LibreOffice 3.3.0

Mirko Lindner

LibreOffice 3.3.0

War noch anfänglich die Idee zwei voneinander unabhängigen, aber doch miteinander kooperierenden Projekte gegeben, so ist dieser Traum spätestens nach dem letzten Treffen des OpenOffice.org Community Councils ausgeträumt. Wie dem Protokoll des Treffens entnommen werden kann, sieht Oracle offenbar die Ende September gegründete Document Foundation wenn nicht als Bedrohung, dann doch als Konkurrenz an.

So wurden beispielsweise alle Mitglieder des Community Councils, die nicht direkt für Oracle arbeiten, gebeten, sich entweder für den Council oder für die Document Foundation zu entscheiden. Diesen Vorschlag unterbreitete der Oracle-Mitarbeiter und OpenOffice.org-Community-Manager Louis Suárez-Potts dem Council. Das Argument: Wer sowohl der Document Foundation als auch dem OpenOffice.org Community Council angehöre, stehe in einem Interessenkonflikt, welches Projekt er vertreten soll.

Mit einer Frist bis heute stellte er die Mitglieder vor die Entscheidung. Sollten diese dem Wunsch entsprechen, wovon auszugehen ist, würde der OpenOffice.org Community Council nur noch aus Mitarbeitern von Oracle bestehen. Vor über zwei Wochen hatten sich führende Mitglieder der OpenOffice.org-Gemeinschaft von dem Projekt losgesagt und eine Abspaltung der Bürosuite unter dem Namen LibreOffice angekündigt. Stein des Anstoßes stellte die Unzufriedenheit mit der Marschrichtung von OpenOffice.org dar.

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