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Mo, 25. Oktober 2010, 08:45

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MontaVista veröffentlicht Carrier Grade Edition 6.0

Der Spezialist für eingebettete Linux-Systeme MontaVista hat die Version 6.0 der Carrier Grade Edition vorgestellt.

MontaVista Linux Carrier Grade Edition 6.0

MontaVista

MontaVista Linux Carrier Grade Edition 6.0

Die Carrier Grade Edition (CGE) 6.0 dient zum Einsatz im Telekommunikationsbereich, wo die Anforderung besteht, eine Verfügbarkeit von »Fünf Neunen« oder »Sechs Neunen« zu erzielen: 99,999% oder 99,9999% der Zeit muss das System verfügbar sein, von geplanten Abschaltungen abgesehen. Das entspricht maximal fünf Minuten bzw. dreißig Sekunden Ausfall im Jahr. CGE 6.0 will diese Anforderung noch besser erfüllen, indem es den Spezifikationen von OpenSAF 4.0 entspricht und eine neue »Bare Metal Engine« einführt, die es erlaubt, Echtzeit-Prozesse innerhalb des Linux-Kernels laufen zu lassen. Dabei kann je nach Anforderung konfiguriert werden, wieviel Betriebssystem-Unterstützung zur Verfügung steht; je geringer die Unterstützung, desto geringer ist auch der Overhead. Schon in früheren Versionen von CGE wurden das Patchen des Systems zur Laufzeit, das Debuggen von Anwendungen ohne Anhalten und schnelle Coredumps, die die Anwendung nur einige Millisekunden anhalten, eingeführt.

Das System folgt den Spezifikationen von Carrier Grade Linux (CGL) 4.0 und der kommenden Version 5.0. Diese Spezifikation der Linux Foundation ist im Bereich der Telekommunikation etwa das, was die Linux Standard Base für Linux-Server und -Desktops ist. Es handelt sich um eine Definition von Anforderungen, die Linux-Distributionen beim Einsatz in hochverfügbaren Telekommunikationsgeräten erfüllen müssen. Sie enthält auch Konformität mit der Linux Standard Base, geht aber in vielen Bereichen darüber hinaus. Ferner ist CGE 6.0 IPv6-zertifiziert. MontaVista verspricht kürzere Zeiten bis zur Fertigstellung von Produkten und niedrigere Kosten dank der mitgelieferten Entwicklungsumgebung.

Neben einer verbesserten Unterstützung für Mehrkern-Prozessoren kommt auch eine verbesserte Energieverwaltung zu CGE 6.0 hinzu. Dadurch soll es den Netzwerkbetreibern möglich sein, die Kosten zu senken, da die Energiekosten einen hohen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen. Ferner kann CGE 6.0 als Hypervisor arbeiten. Zur Auswahl stehen virtuelle Maschinen mit Linux Containers, KVM und EMVisor von Cavium Networks. Der Kernel beruht auf Linux 2.6.32. Das System beruht jedoch nicht auf MontaVista Linux 6, sondern behält die Architektur von CGE 5.0 bei.

Die Carrier Grade Edition unterstützt die Architekturen x86, x86_64, PowerPC und MIPS. Sie kann in einem Abonnement-Modell nach dem Vorbild von Red Hat bezogen werden. Das einjährige Abonnement enthält 45 Tage Installations-Support, alle Produkt-Updates für diesen Zeitraum und Zugriff auf die den Kunden vorbehaltene Online-Ressource »MontaVista Zone«. Die Preise können bei MontaVista erfragt werden.

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