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Di, 26. Oktober 2010, 14:33

Software::Grafik

OpenRaster hält auf dem Desktop Einzug

Ein GIMP-Plugin und ein Voransicht-Generator machen das OpenRaster-Format für Desktop-Anwender besser benutzbar.

OpenRaster ist ein offenes applikationsübergreifendes Grafikformat, das auf dem Libre Graphics Meeting 2006 konzipiert wurde. Es kann unter anderem dem bedeutenden Zweck der Archivierung von Rastergrafik dienen. Bis 2006 erfüllte Adobes PSD-Format diese Aufgabe, doch dann wurde die Lizenz der Spezifikation zu restriktiv für freie Software.

Nachdem kein existierendes Dateiformat als geeignet erachtet wurde, begannen Entwickler von Krita, MyPaint und GIMP mit der Spezifikation von OpenRaster, einem Format, das unabhängig von existierenden Grafikprogrammen komplexe Grafikinhalte mit Unterstützung für Layer, Gruppierungen, Pfade, verschiedene Farbtiefen und veränderbare Meta-Daten als offenes Austauschformat dienen soll. Dabei orientiert es sich weitestgehend an den Spezifikationen des Open Document Formats (ODF). OpenRaster ist ein Archiv, das aus mehreren binären Dateien und dazugehörigen XML-Deskriptoren besteht.

Heute ist OpenRaster das native Dateiformat von MyPaint und Native und wird von Krita unterstützt. In GIMP wird es in Form eines Plugins unterstützt, das jetzt in einer stabilen Version erschienen ist. Das kommende GIMP 2.8 enthält das Plugin bereits, während man es für GIMP 2.6 separat installieren muss.

Viele Dateimanager bieten die Möglichkeit, von Bildern im Dateisystem eine verkleinerte Voransicht anzuzeigen. Für das OpenRaster-Format war das bisher nicht möglich, da sie mit dem Format nichts anzufangen wussten. Der jetzt erschienene Voransicht-Generator bietet zumindest für die Desktop-Umgebungen GNOME, KDE und Xfce eine Lösung.

Beide Pakete können über die Ankündigung der neuen Veröffentlichungen heruntergeladen werden.

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