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Fr, 29. Oktober 2010, 10:33

Gesellschaft::Politik/Recht

Malta strebt stärkeren Einsatz freier Software an

Die Regierung von Malta will mehr freie Software in der Verwaltung einsetzen und hat eine entsprechende Richtlinie zur Diskussion gestellt.

Verfasser der Richtlinie ist die Malta Information Technology Agency (MITA). Die Regierung hat laut einer Erklärung der MITA Position zu offenen Standards und Open Source bezogen. Die MITA veröffentlichte dazu ein Whitepaper (PDF) mit dem programmatischen Titel »Open Source Vision - Nurturing the proliferation of Open Source Software«.

Laut Austin Gatt, dem Minister für Infrastruktur, Transport und Kommunikation will die Regierung einen »konstruktiveren Standpunkt« gegenüber Open Source einnehmen. Sie hält den Markt für diese Software für ausreichend ausgereift. Gatt bezieht sich dabei auch auf die Impulse der EU, die in einem Plan für die nächsten zehn Jahre das Aufbrechen von Herstellerabhängigkeiten und offene und interoperable Produkte zum Ziel gemacht hat. Mehr und bessere offene Standards für Europa sollen ihren Teil dazu beitragen. Auch Kosteneinsparungen sollen dabei möglich sein, denn nach Auffassung des Ministers hat die Regierung die Verantwortung, die Steuergelder auf die bestmögliche Art zu verwenden.

Schon vor einigen Monaten hatte die MITA Regeln und Vorschriften publiziert, die Ministerien und Behörden bei der Nutzung offener Standards und der schrittweisen Einführung freier Software helfen sollten. Während die Einhaltung offener Standards verbindlich ist, gilt bei freier Software, dass sie gleichberechtigt neben proprietärer Software in Ausschreibungen berücksichtigt werden soll. Freie Software soll dann gewählt werden, wenn sie die beste Lösung darstellt. Für die Regierung gilt dabei, dass auch langfristige strategische Gesichtspunkte eine Rolle spielen. Es komme nicht in Frage, unterschiedliche Lösungen innerhalb der Regierung einzusetzen, die später für viel Geld interoperabel gemacht werden müssten.

Für Malta sind die Direktiven und das jetzt publizierte Whitepaper erst der Anfang. Ein Viertel der Ministerien und Behörden nutzt bereits freie Software, aber die Prinzipien der Offenheit müssten den Behörden noch mehr bewusst gemacht werden. Überwiegend kommt die freie Software im Server-Bereich zum Einsatz. Die Regierung stellt auch Überlegungen an, mittels Cloud Computing die Kosten weiter zu reduzieren.

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