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Mi, 24. November 2010, 10:47

Software::Kommunikation

Diaspora unternimmt erste öffentliche Gehversuche

Das freie soziale Netzwerk Diaspora (griechisch: Verstreuung) lädt zu ersten Tests ein. Diaspora ermöglicht es allen Anwendern, einen eigenen Server aufzusetzen und die Kontrolle über alle Inhalte, etwa Nachrichten, Fotos, Kontaktlisten oder Profildetails komplett zu behalten.

Diaspora-Nutzer können ausgewählten Personengruppen verschiedene Inhalte zugänglich machen. Die Gruppen, bei Diaspora als »Aspekte« bezeichnet, lassen sich leicht erstellen, im Netzwerk gespeicherte Informationen werden nicht verkauft oder an Dritte weitergeleitet. Das Netzwerk setzt sich aus vielen Servern zusammen, die »Pods« genannt werden, verschlüsselt miteinander kommunizieren und von verschiedenen Organisationen und Personen betrieben werden. Neue Anwender suchen sich einen Pod, wo sie sich heimisch fühlen, und bleiben von dort aus mit ihrem sozialen Netzwerk in Kontakt.

Die Arbeit an dem freien sozialen Netzwerk begann vor ca. fünf Monaten. Diaspora ist in Ruby implementiert und speichert die Daten in einer MongoDB-Datenbank. Die jetzt gestartete Alphaversion funktioniert nur mit Einladungen. Wer teilnehmen möchte, muss sich registrieren, um auf der Einladungsliste zu landen. Jede Woche werden mehr Nutzer eingeladen, mit Hilfe des schrittweisen Vorgehens wollen die Entwickler Geschwindigkeitsproblemen frühzeitig auf die Schliche kommen und sie schnell abstellen. Nach und nach soll Diaspora ausgebaut werden, so dass auch andere Anwendungen an das soziale Netzwerk andocken können. Die Dokumentation soll verbessert werden, ebenso suchen die Entwickler noch nach Wegen, um die Server ohne viel Aufwand aktuell zu halten.

Neben der Möglichkeit, einfach nur teilzunehmen, haben die Entwickler auch schon den Quellcode des Servers samt Installationsanleitung bereitgestellt, so dass sich jeder am aktiven Ausbau des Netzwerks beteiligen kann. Der Diapora-Server ist in Form eines Git-Repositioriums verfügbar, als Webserver nutzen die Entwickler momentan Nginx.

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