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Mi, 24. November 2010, 13:41

Software::Netzwerk

Google Wave soll Apache-Projekt werden

Nachdem Google bereits Ende Juli Teile seiner Online-Zusammenarbeits-Plattform Wave unter eine freie Lizenz gestellt und später eine weitere Öffnung verkündet hatte, soll das Produkt nun ein Teilprojekt von Apache werden. Google hatte Anfang August bekannt gegeben, dass die Weiterentwicklung von Wave mangels Nutzern eingestellt wurde.

Erstmals Anfang 2009 vorgestellt ging Google Wave im Sommer mit zunächst 100.000 Testnutzern in Betrieb. Das Anfang 2010 der Allgemeinheit zugänglich gemachte Angebot sollte eine Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit im Web bilden. Nach Angaben von Google steht eine »Wave« für ein Dokument und die Konversation darüber. Mit Wave sollte es demnach möglich sein, gemeinsam über das Web an Dokumenten zu arbeiten und gleichzeitig miteinander zu kommunizieren. Jeder Teilnehmer sollte an den gemeinsam bearbeiteten Dokumenten, die Text, Fotos, Videos, Karten und anderes enthalten können, etwas ändern oder anmerken können. Alle Aktionen sollen weitgehend verzögerungsfrei bei allen Teilnehmern sichtbar sein. Sie werden aufgezeichnet und können jederzeit zurückverfolgt werden.

Anfang August musste Google allerdings eingestehen, dass Wave nicht der erwünschte große Wurf war. Das Unternehmen stellte das Projekt ein und gab bekannt, nicht nur die Spezifikation, sondern auch die Beispielimplementierung eines Wave-Servers und -Clients unter der Apache-Lizenz freizugeben.

Nun könnte Wave eine weitere Wandlung erfahren. Geht es nach dem Willen einiger Google-Mitarbeiter, so soll Wave schon bald Apache Wave heißen. Wie dem Incubator-Wiki zu entnehmen ist, gibt es seit kurzem ein Vorschlag, Wave zum Apache-Projekt zu erheben. Der Incubator dient dabei als Brutstätte für künftige Projekte der Apache Software Foundation (ASF). Dort abgelegte Systeme werden einer Prüfung unterzogen und eventuell zum offiziellen »Top-Level«-Projekt der ASF erhoben.

Laut dem Vorschlag der Entwickler soll die Codebasis von Wave von code.google.com in die ASF-Infrastruktur migriert werden, um schnellstmöglich die Weiterentwicklung von Google Wave unter der Federführung der ASF zu reaktivieren. Dann soll die Suche nach neuen Mitarbeitern beginnen. Die Initiatoren des Projekts gehen davon aus, dass sich auch Novell, SAP oder die US-Navy an der Entwicklung beteiligen könnten. Diese hatten bereits mit Wave gearbeitet und offenbar an der Idee Gefallen gefunden.

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