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Do, 25. November 2010, 08:56

Software::Kernel

ZFS für Linux kann getestet werden

Knowledge Quest Infotech arbeitet an einer offenen Portierung des aus Solaris, FreeBSD und NetBSD bekannten Zettabyte File System (ZFS).

Bisher war es nur möglich, ZFS unter Linux als Filesystem in Userspace (FUSE) zu nutzen, da Inkompatibilitäten zwischen der GPL und der für ZFS verwendeteten Common Development & Distribution License (CDDL) bestehen. Doch damit soll bald Schluss sein, denn ein natives Kernelmodul steht kurz vor der Fertigstellung.

ZFS ist ein leicht administrierbares 128-Bit Copy-on-Write-Dateisystem, das mehrere physikalische Partitionen zusammenfassen oder als Software-RAID fungieren kann. Physische Datenträger lassen sich zu zPools zusammenfassen. Dank der Copy-on-Write-Funktionalität ist es möglich, schnell Schnappschüsse eines Pools anzulegen. Um die Integrität eines Pools sicherzustellen, nutzt ZFS Prüfsummen.

Der ZFS-Port von KQ Infotech wird weiter unter der CDDL stehen. Aus Lizenzgründen müssen Anwender das Kernelmodul selbst übersetzen und einbinden, wenn sie ZFS nutzen wollen. KQ Infotechs ZFS unterstützt das Portable Operating System Interface (POSIX), funktioniert nur mit 64-Bit-Systemen und basiert auf ZFS Pool 18, das noch nicht alle Features der modernen ZFS-Versionen unterstützt. Neben KQ Infotech arbeitet auch das Lawrence-Livermore-National-Laboratorium an einer ZFS-Portierung für Linux.

Die in Indien ansässige KQ Infotech hat in den letzten Wochen einen Betatest mit einer geschlossenen Anwendergruppe durchgeführt und jetzt auch für andere Nutzer geöffnet. Vor dem Download ist eine Registrierung nötig, danach kann ZFS for Linux für Fedora 12, Ubuntu 10.04 Desktop und Server sowie Red Hat Enterprise Linux 6 heruntergeladen und getestet werden. Eine für Produktionssysteme geeignete Version der ZFS-Portierung soll zu Beginn des kommenden Jahres veröffentlicht werden.

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