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So, 7. Mai 2000, 01:27

Software::Entwicklung

Falsche Liebesgrüße decken Risiko des Software-Monopols auf

LINUX-Vertreter empfehlen Artenvielfalt im Netzwerkbetrieb.

"Spätestens gestern (am 4.5.2000) sollte auch dem letzten Verantwortlichen klar geworden sein, welche verheerenden Folgen die Monopolstellung eines Softwarekonzerns wie Microsoft für Firmen- und Behörden-Netzwerke und für die Kommunikation in der vernetzten Welt hat." Dies erklärte der Deutschland-Geschäftsführer der LINUX-Firma ID-PRO Alfred Schröder zum gestrigen Zusammenbruch zahlreicher EDV-Systeme als Folge des naiven Umgangs vieler Anwender mit dem elektronischen Postwesen. "Es ist in der Informationsgesellschaft wie in der Landwirtschaft: Wer Monokulturen aufbaut, vergrößert das Risiko bei Schädlingsbefall."

Die wichtigste Schlussfolgerung der Verantwortlichen in den betroffenen Unternehmen, Behörden und Regierungsstellen muss nach Auffassung des ID-PRO-Vertreters die konsequente Förderung von alternativen Betriebssystemen und Open-Source-Software allgemein in ihren Betriebs- und Serversystemen sein, unabhängig von der Verbesserung der Sicherheitskultur in den Firmen- und Behördennetzwerken. Zugleich gewinne die von den Experten des Bundesinnenministeriums erhobene Forderung nach verstärktem Einsatz von Software mit offenem Quellcode zusätzliche Überzeugungskraft. "Ohne alle Häme kann man feststellen, dass die von vielen Politikern, Firmenchefs und IT-Beratern geförderte Monopolisierung der Software-Landschaft nun ihr Waterloo erlebt hat", erklärte Schröder.

Der LINUX-Vertreter warnte gleichzeitig davor, angesichts der unangenehmen Folgen des Zusammenbruchs vieler Netzwerke nun wieder in eine romantisch verbrämte Technik-Distanz zu verfallen. Die Ereignisse des gestrigen Tages zeigten vielmehr, welchen Lernbedarf die Menschen noch im Umgang mit moderner Informationstechnologie hätten.

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