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Do, 2. Dezember 2010, 16:18

Software::Entwicklung

Hudson-Projekt will von Oracle weg

Hudson, ein freies Projekt für Continous Integration, das zur Zeit auf Java.net gehostet wird, will Java.net verlassen, doch Oracle hat nun Markenrechte auf den Namen angemeldet.

Hudson, ein Server für Continous Integration (CI) wird in erster Linie dazu genutzt, den Bauprozess von großen Softwareprojekten automatisch ablaufen zu lassen, zu überwachen und den Entwicklern ein Übersicht über eventuelle Fehler zu geben. Das in Java geschriebene Programm erfreut sich großer Popularität und besitzt über 300 Plugins, die es um Unterstützung für die verschiedensten Tools und Vorgehensweisen erweitern.

Das bisher auf Java.net beheimatete Projekt ist mittlerweile unzufrieden mit der Infrastruktur, die Java.net bietet. Java.net gehört Oracle, das es von Sun übernommen hatte. Mit dem Kenai-Projekt verfügte Sun ursprünglich über eine zweite Projekt-Hosting-Plattform, die zwischenzeitlich geschlossen wurde, allerdings mit dem Plan, die Kenai-Infrastruktur zu Java.net zu migrieren. Diese Migration wurde im November offenbar abgeschlossen, und die Projekte wurden aufgefordert, ihre Migration auf die neue Infrastruktur anzufordern. Oracle-Mitarbeiter sollten sich dann um den eigentlichen Umzug kümmern.

Bei dieser Migration ging zumindest für Hudson einiges schief, wie R. Tyler, ein Vertreter der Hudson-Entwicklergemeinschaft, berichtet. Aufgrund von Mail-Problemen war Mitte November der Migrationsstatus von Hudson völlig unklar. Schon kurz zuvor hatte das Projekt beschlossen, wegen immer wiederkehrender Mail-Probleme die Mailinglisten zu Google zu verlagern. Als dann auch noch Probleme mit dem Zugang zum Versionsverwaltungssystem SVN hinzukamen, beschloss das Projekt, zu GitHub zu wechseln. Das rief Ted Farrell von Oracle auf den Plan, der in einer langen Mitteilung erklärte, dass Oracle das Projekt auf Java.net halten wolle. Eine Verlagerung zu GitHub würde einen Fork bedeuten. Das könne Oracle zwar nicht verhindern, aber da Oracle die Namensrechte an Hudson besitze, müsste der Fork seinen Namen ändern. Laut Farell hat Hudson sehr viele Benutzer, und Oracle sei interessiert daran, das Projekt wachsen und gedeihen zu lassen.

Die Entwickler bleiben skeptisch und haben eine Entscheidung für demnächst angekündigt. Eine ungeklärte Frage ist, wieviel Oracle tatsächlich zu dem Projekt beigetragen hat, so dass es die Markenrechte zu Recht hält. Denn die große Mehrheit der mehrere hundert Personen umfassenden Entwickler von Hudson scheint nichts mit Oracle zu tun zu haben und scheint den Umzug zu befürworten.

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Kommentare (Insgesamt: 13 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Bitte den Ball flach halten..... (Pluto, Mo, 6. Dezember 2010)
Re[3]: Oracle (Salatgurke, Mo, 6. Dezember 2010)
Re[4]: Oracle (Onkel Osama, Mo, 6. Dezember 2010)
Re: Bitte den Ball flach halten..... (Ragas, So, 5. Dezember 2010)
Re[2]: Oracle (Michael Stehmann, Sa, 4. Dezember 2010)
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