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Do, 16. Dezember 2010, 08:20

Software::Distributionen::Debian

Debian 6.0 soll vollständig freien Linux-Kernel bringen

Die demnächst erscheinende Version 6.0 »Squeeze« der Linux-Distribution Debian wird erstmals einen vollständig freien Linux-Kernel enthalten. Dieser wird der Standard bei der Installation sein.

Software in the Public Interest (SPI)

Schon vor zwei Veröffentlichungszyklen, also vor über zwei Jahren, begann das Debian-Projekt damit, unfreie Firmware aus dem Linux-Kernel zu entfernen. Welche Komponenten als unfrei anzusehen waren, ging dabei aus den Debian-eigenen Free Software Guidelines (DFSG) hervor. Allerdings schafften es die Entwickler nicht, in den Veröffentlichungen von Debian 4.0 »Etch« und Debian 5.0 »Lenny« alle unfreien Komponenten zu beseitigen. In beiden Fällen war eine Abstimmung unter den Entwicklern nötig, mit dem Ergebnis, die Gültigkeit der DFSG zu betonen, aber für diese Veröffentlichungen noch einmal Ausnahmen zu machen.

Damit ist nun Schluss. Die Beseitigung der unfreien Firmware aus dem Kernel ist nach Angaben der Debian-Entwickler nun abgeschlossen. Der mit Debian 6.0 »Squeeze« ausgelieferte Kernel wird vollständig frei sein, und das Debian-Team hebt nochmals hervor, dass freie Software eine der Prioritäten der Distribution ist.

Für einige Benutzer wird es dennoch nötig sein, unfreie Firmware zu nutzen, weil das System sonst entweder gar nicht erst installierbar oder nur eingeschränkt nutzbar ist. Diesem Problem trägt das Projekt Rechnung, indem es im Repositorium »non-free« des Archivs andere Installations-Images und Kernel-Pakete bereitstellt, die die fehlenden Komponenten enthalten. Diese Dateien gehören offiziell nicht zu Debian und werden nicht automatisch zum Download angeboten. Support für diese Komponenten ist lizenzbedingt nur eingeschränkt möglich. Das Projekt appelliert an die Hardware-Hersteller, nur Firmware unter freien Lizenzen zu veröffentlichen.

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