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Di, 1. Februar 2011, 19:30

Hardware::Systeme

IPv4-Adresspool neigt sich dem Ende zu

In der Anfangszeit des Internets schien die Zahl noch astronomisch hoch und auf jeden Fall ausreichend: Etwa vier Milliarden Adressen können maximal mit dem Internetprotokoll IPv4 verwaltet werden. Doch noch in diesem Jahr soll diese Grenze endgültig erreicht sein.

Wie die Internet Assigned Numbers Authority (IANA) in einer Mitteilung heute bekannt gab, hat die Organisation dem Asia-Pacific Network Information Centre (APNIC) zwei /8-IPv4-Adressblöcke zugeteilt. Die beiden zugewiesenen Blöcke 39/8 und 106/8 sind der Mitteilung nach die letzten, die die IANA im alten Vergabeverfahren abgewickelt hat. Für die nun noch fünf verbleibenden /8-Blöcke soll ein gesondertes Vergabeverfahren greifen. Demnach wird jeweils einer der noch freien Blöcke automatisch den fünf regionalen Internet-Registrys (RIR) zugewiesen. Diese letzten fünf Pakete sollen Mitte März feierlich übergeben werden, um das Ende des IPv4-Vorrats zu signalisieren.

Dann ist es allerdings nur noch eine Frage der Zeit, bis die Adressen aufgebraucht sein werden. Diversen Schätzungen nach könnte es bereits im September soweit sein. »Es könnte auch schon früher passieren, denn wir bemerken im Moment ein deutliches Wachstum«, so Axel Pawlik, Geschäftsführer bei der für den europäischen Markt zuständigen RIPE.

Die Vorbereitungen für die Umstellung auf das neue Protokoll IPv6, das Abhilfe bei den Adressen schafft, sind seit längerem im Gange. Die Nachfrage nach den neuen Adressen steige ständig, allerdings nicht schnell genug, so Pawlik weiter. Wer sich noch nicht auf die Umstellung auf IPv6 vorbereite, handle unverantwortlich, lautet Pawliks Mahnung an die ausführenden Stellen. Große Schwierigkeiten seien durch den Wechsel zwar nicht zu erwarten, es mache allerdings Sinn, schon umzusteigen, bevor die Adressen aufgebraucht seien. (demon/pte)

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