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Di, 1. Februar 2011, 19:06

Software::Grafik

Betrug mit umbenannten Blender-Versionen

Zwei Webseiten verkaufen das freie Modellierprogramm Blender unter anderem Namen. Die Blender Foundation warnt nun vor diesen Webseiten, die das Copyright verschiedener Autoren und Künstler verletzen.

Blender

demon (Mirko Lindner)

Blender

Die Möglichkeit, Software frei zu verbreiten, ist ein Grundanliegen der GPL, der Lizenz, unter der auch Blender steht. Es ist auch erlaubt, dafür Geld zu verlangen. Daher bemängelt Ton Roosendaal, Gründer der Blender Foundation und einer der Gründer des Projektes, auch keine GPL-Verletzung. Das Gebahren der Webseiten IllusionMage und 3Dmagix ist nach Ansicht der Foundation dennoch fragwürdig.

Beide Seiten werden möglicherweise von derselben Firma oder Person betrieben. Beide bieten das Programm Blender unter neuem Namen an und versuchen es potentiellen Käufern als gecrackte Version von Autodesk 3D Max schmackhaft zu machen. Kunden, die darauf hereinfallen und den Betrug bemerken, werden vermutlich aus Scham schweigen, worauf die Masche der beiden Seiten beruhen dürfte. Beide weisen, wenn auch sehr versteckt, darauf hin, dass die angebotene Software unter der GPL steht und der Quellcode verfügbar ist. Damit sind sie nicht so leicht wegen einer Lizenzverletzung zu belangen. Daher zieht es die Blender Foundation auch vor, nicht juristisch vorzugehen und lediglich mittels einer Ankündigung darauf hinzuweisen.

Ein anderer Punkt, der nur teilweise die Blender Foundation selbst betrifft, ist, dass beide Webseiten in dreister Weise Text- und Bildmaterial verwenden, das ihnen nicht gehört. Damit können sie auf jeden Fall von den jeweiligen Rechteinhabern belangt werden. Die Blender Foundation listet in ihrer Meldung die bisher gefundenen Copyright-Verletzungen auf. Nach ihren Angaben hat sie die Seitenbetreiber mehrfach zum Entfernen des geschützten Materials aufgefordert, jedoch keine Reaktion erhalten.

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