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Mi, 2. Februar 2011, 13:05

Software

Erste Version von Bretzn freigegeben

Mit dem Bretzn-Projekt hat das KDE-Projekt eine erste Version einer Software freigegeben, die die Erstellung und Verteilung von Software für verschiedene Plattformen und Umgebungen nichts weniger als revolutionieren will. Das Projekt verwendet die Open Collaboration Services als Basis und soll nicht nur KDE, sondern auch Gnome und Meego unterstützen.

Prototyp eines AppStore-Clients unter KDE

news.opensuse.org

Prototyp eines AppStore-Clients unter KDE

Die Verteilung von Softwareversionen ist zweifelsohne ein komplexer und durchaus mühsamer Vorgang, der viel Aufwand erfordert, um den sich aber viele Entwickler nicht kümmern wollen. Diesen will nun das Projekt »Bretzn«, das Ende des vergangenen Jahres angekündigt wurde, abnehmen. Dazu baut Bretzn auf drei Komponenten. Von einer Anwendung sollen Binärpakete erstellt werden, die von den Benutzern leicht zu installieren sind. Dafür kann der openSUSE Build Service (OBS) genutzt werden, zusammen mit dem OBS-Generator. Das Publizieren von Anwendungen soll über App Stores oder Ankündigungen erfolgen. Die Benutzer können Feedback sowohl auf den üblichen Wegen als auch über Bewertungen in den App Stores geben.

Nun steht allen Interessenten eine erste offizielle Version der Entwicklung zur Verfügung und gibt einen Einblick, wie die Erstellung und die Verteilung von Software künftig aussehen könnte. So wird beispielsweise direkt vom Qt Creator ein Vorgang gestartet, der die Verteilung der Software übernimmt. Der Entwickler muss nur noch die für das Projekt relevanten Daten eintragen und die Erstellung auf einem Build-Service starten. So erstellte Applikationen können, ebenso direkt vom Qt Creator, beispielsweise auf opendesktop.org automatisch angekündigt werden.

Bretzn verwendet als Basis die Open Collaboration Services (OCS) von FreeDesktop.org. MeeGo, KDE und GNOME nutzen das API bereits, so dass auch eine Anbindung an diese Umgebungen kein Problem darstellt. Lediglich die Frage der Verteilung von Paketen bleibt noch offen. Dazu haben sich vor zwei Wochen Vertreter von Debian, Fedora, Mageia, openSUSE und Ubuntu getroffen und ein gemeinsames API erörtert, das die verschiedenen Systeme oder Shops unter Linux vereinen würde. Herausgekommen ist nicht nur eine Strategie, sondern auch der Prototyp einer Applikation unter KDE.

Das momentane API von Bretzn unterstützt Kategorien, Bildschirmfotos, Changelogs, Kommentare, Bewertungen, Suche und Update. Weitere Funktionen sollen noch folgen. Als IDE wird im Moment nur Qt Creator unterstützt. Interessenten sind allerdings herzlich eingeladen, entsprechende Plugins auch für Eclipse, NetBeans oder MonoDevelop zu erstellen. Auch die Anbindung an weitere App-Stores und weitere Social-Media-Integrationen soll noch erweitert werden.

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