Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mi, 2. Februar 2011, 18:02

Software::Entwicklung

OpenJDK-Projekt soll Satzung erhalten

Nach dem Beitritt von IBM und Apple zur Java-Gemeinschaft hat Mark Reinhold, der Chef-Architekt der Java-Plattformgruppe bei Oracle, die Schaffung einer Satzung angekündigt.

Bisher arbeitete das OpenJDK-Projekt, das einen siebenköpfigen provisorischen Vorstand besitzt, ohne Satzung. Frühere Initiativen, eine Satzung zu schaffen, waren ins Stocken geraten. Die Projektrichtlinie von OpenJDK sah eigentlich vor, den provisorischen Vorstand durch einen teils von Sun ernannten, teils gewählten Vorstand zu ersetzen. Offenbar ist mehr als ein Jahr nach dem Ende seiner Amtszeit immer noch der Interimsvorstand im Amt, obgleich er kaum in Erscheinung tritt. Nun hat Mark Reinhold, der Chef-Architekt der Java-Plattformgruppe bei Oracle, bekannt gegeben, dass er am Entwurf einer Satzung arbeitet, die dann wohl auch die Vorstandsfrage regeln dürfte. Der Entwurf soll bald öffentlich vorgestellt und diskutiert werden.

Die OpenJDK-Gemeinschaft wurde in letzter Zeit durch die Beitritte von Apple und IBM verstärkt. Apple will eine Portierung von OpenJDK auf Mac OS X durchführen und die Ergebnisse an das Projekt zurückfließen lassen. Diese Zugänge ließen laut Reinhold das Problem der Satzung dringender werden. So arbeitete der Chef-Architekt nach eigenen Angaben seit November an dem Entwurf dieses Werkes, wobei er von John Duimovich und Jason Gartner von IBM, Mike Milinkovich von Eclipse, Prof. Doug Lea von SUNY Oswego und Adam Messinger von Oracle unterstützt wurde. Teile des Textes stammen von einer früheren Richtlinie von Sun für den ersten vorläufigen Vorstand, der mittlerweile von einem gewählten Vorstand abgelöst wurde.

Die Satzung hat laut Reinhold das Ziel, die langfristige Gesundheit und das Wachstum der OpenJDK-Gemeinschaft zu fördern. Die Arbeit der Mitglieder soll auf offene, transparente und meritokratische Weise erfolgen. Mitglieder des Projektes, die nicht an dem Entwurf beteiligt waren, wobei unter anderem auch Red Hat und Google zu erwähnen wären, sollen ausreichend Gelegenheit haben, Stellung zu nehmen. Reinhold versucht jeden Eindruck zu vermeiden, dass die Satzung von einer kleinen Gruppe von Unternehmen diktiert würde.

Der Vorstand des OpenJDK-Projektes hat nichts mit dem Java Community Process (JCP) zu tun, aus dem sich das Apache-Projekt unter Protest zurückgezogen hatte. Der JCP besteht aus zwei getrennten Vorständen für Java SE und Java ME und legt die Entwicklung des Sprachstandards fest, das OpenJDK-Projekt hingegen ist eine Implementierung der Sprache.

Werbung
Kommentare (Insgesamt: 0 || Kommentieren )
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung