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Di, 8. Februar 2011, 13:51

Gesellschaft::Wirtschaft

Börse Johannesburg wechselt zu Linux

Die Börse von Johannesburg, Südafrika will ihr Handelssystem auf Linux umstellen, wobei sie das gleiche System von MilleniumIT nutzt wie die Börse in London.

Die Migration auf Linux wird nach Angaben der Börse einige Zeit in Anspruch nehmen und erst in der ersten Hälfte des nächsten Jahres stattfinden. Zur Zeit nutzt die Börse das auf Windows und .NET beruhende TradElect als Handelssystem, das schon bei der Londoner Börse vor der Linux-Umstellung im Einsatz war und wegen unheilbarer Langsamkeit und Unzuverlässigkeit ersetzt wurde.

Das Linux-basierte Handelssystem Turquoise der Firma Millennium IT, die inzwischen eine Tochterfirma der Londoner Börse ist, ist bereits erfolgreich an der Börse in Colombo, der Metallbörse in London und zehn anderen Börsen weltweit im Einsatz. Es soll nicht nur dem gestiegenen Handelsvolumen der Börse Johannesburg gerecht werden, sondern auch Bearbeitungszeiten von weniger als 200 Mikrosekunden pro Transaktion ermöglichen. Dieser sogenannte Hochfreqenzhandel ist für zahlreiche Wertpapierhändler die wichtigste Basis ihres Einkommens. Er wird nach Ansicht der Börse, die daran kräftig mitverdient, weiter zunehmen.

Zusammen mit der Linux-Umstellung will die Börse ihr Rechenzentrum, das sie nach London ausgelagert hatte, wieder nach Johannesburg zurückverlagern. Damit wird sie ihren Handelspartnern zukünftig eine Colocation anbieten können. Durch Colocation haben die Handelspartner geringere Latenzzeiten und damit noch etwas bessere Gewinnaussichten.

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