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Mo, 14. Februar 2011, 09:21

Software::Video

MPEG will freien Video-Codec für das Web entwickeln

Die Moving Picture Experts Group (MPEG), die bereits einige Video- und Audio-Standardformate entwickelt hat, will die Entwicklung eines neuen Video-Codecs für das Web ausschreiben.

Die MPEG, nicht zu verwechseln mit der Lizenzierungsorganisation MPEG-LA, arbeitet im Rahmen der ISO an Standards zur Kompression und Dekompression von Video, Audio und verwandten Technologien. Von allen diesen Standards gibt es freie Referenzimplementierungen; viele der MPEG-Standards enthalten jedoch keine Patentlizenz, so dass sie nicht als offen angesehen werden können. So sind für bestimmte Nutzungen der bekannten Formate MP3 (Audio) und H.264 (Video) in Ländern, in denen Softwarepatente gültig sind, Lizenzgebühren fällig.

Die mangelnde Offenheit von H.264 trug auch dazu bei, dass sich die Beteiligten bei der Standardisierung von HTML5 nicht auf ein gemeinsames Format für Videos einigen konnten. Das Aufkommen von WebM könnte in absehbarer Zeit das Gleichgewicht stark zugunsten seiner Befürworter Google, Mozilla und Opera verschieben. Daran dürfte auch nichts ändern, dass die MPEG-LA für bestimmte Verwendungen von H.264 weiter auf Lizenzgebühren verzichten will und jetzt einen Patentpool zur Bekämpfung von VP8, dem Kompressionsverfahren von WebM aufbauen will.

Wie nun aus einer Mitteilung zum letzten Treffen der MPEG hervorgeht, will die Organisation im März eine Ausschreibung für einen neuen Videokompressionsstandard herausgeben. Dieser neue Standard soll auf das Abspielen von Videos übers Internet ausgelegt sein und bessere Leistungen als MPEG-2 bringen. Die Leistung soll derjenigen der H.264-Basisspezifikation entsprechen. Die fertige Spezifikation soll lizenzfrei sein und könnte dann ein Format darstellen, auf das sich alle Browserhersteller einigen könnten.

Ob die Mitglieder der MPEG dieser Idee aufgeschlossen sind und der kommende Standard bei seinem Erscheinen noch jemanden interessiert, ist allerdings fraglich.

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