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Fr, 18. Februar 2011, 10:22

Gesellschaft::Politik/Recht

FreedomBox Foundation gegen Zensur und Ausspähung

Die neu formierte FreedomBox Foundation will es ermöglichen, ohne Schwierigkeiten einen eigenen Server für geschützte private Daten einzurichten.

Logo von Freedom Box

FreedomBox Foundation

Logo von Freedom Box

Eben Moglen, Juraprofessor und Vorsitzender des Software Freedom Law Center, stellte auf einer Keynote auf der FOSDEM 2011 das Freedom Box-Projekt vor. Jetzt sind mehr Informationen auf der neu eingerichteten Seite der FreedomBox Foundation verfügbar.

Eine »Freedom Box« soll ein Server sein, der natürlich mit freier Software läuft und die privaten Daten von Benutzern speichern kann, ohne Datenschutz oder Privatsphäre zu gefährden. Bevorzugt handelt es sich um einen kompakten Rechner, möglicherweise nicht größer als ein Stromstecker, mit entsprechend geringem Stromverbrauch. Solch ein Server kann nach den Vorstellungen des Projektes die Privatsphäre schützen, indem er den Zugriff auf die Daten durch Dritte unmöglich macht, und eine sichere Kommunikation mit der Außenwelt ermöglichen.

Dies soll auch und besonders für Benutzer in Staaten gelten, in denen Unterdrückung und Verstöße gegen die Menschenrechte an der Tagesordnung sind. Doch auch die Zustände in anderen Ländern sind schlimm genug: Überwachung und Spionage sind alltäglich, dazu kommen Unternehmen, die aus kommerziellen Interessen Daten über Benutzer sammeln. Viele Elektronikgeräte, von Smartphones über Tablets bis zu Spielekonsolen und Fernsehern, sind bereits auf die Überwachung der Benutzer ausgelegt oder zumindest dafür geeignet. Für die Freedom Box-Initiatoren bedroht dies unter anderem auch die politische Freiheit des Einzelnen.

Abhilfe soll die Freedom Box-Software schaffen, die als Appliance auf vielen preisgünstigen Rechnern laufen soll: DSL- und WLAN-Routern, Stromstecker-großen Servern usw. Ziele sind unter anderem sichere soziale Vernetzung, sicheres Backup durch Speicherung verschlüsselter Kopien der Daten auf den Rechnern von anderen Benutzern, Routing über andere Freedom Boxen, um Zensur zu kontern, sichere anonyme Publikation, Firewall-Funktion für das eigene Netz, verschlüsselte E-Mail mit nahtloser Ver- und Entschlüsselung und sichere VoIP-Kommunikation.

Darüber hinaus wird die Freedom Box jede Funktion erfüllen können, die Debian bieten kann, denn die Distribution Debian GNU/Linux wird die Basis der Box bilden. Neben Debian-Entwicklern erwartet das Projekt auch die Beteiligung von zahlreichen anderen Entwicklern weltweit. Das Projekt nimmt über Kickstarter Spenden entgegen und peilt zunächst 60.000 US-Dollar an Spenden an.

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Kommentare (Insgesamt: 12 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Alles sehr schwammig (seraphyn, Fr, 18. Februar 2011)
Re[2]: Alles sehr schwammig (Frank Frank, Fr, 18. Februar 2011)
Re: Alles sehr schwammig (dex, Fr, 18. Februar 2011)
Re[2]: Zu geringes Interesse (hjb, Fr, 18. Februar 2011)
Re: Zu geringes Interesse (André Ramnitz, Fr, 18. Februar 2011)
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