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Do, 24. Februar 2011, 10:13

Software::Desktop::Gnome

GNOME 3.0 mit erster Betaversion

Die GNOME-Entwickler haben GNOME 2.91.90, die erste Betaversion von GNOME 3.0, veröffentlicht und die Endphase der Entwicklung eingeläutet.

Gnome 3

GNOME

Gnome 3

Mit der ersten der beiden vorgesehenen Betaversionen gilt der Stand der grafischen Oberfläche als eingefroren, so dass die Autoren der Dokumentation eine stabile Basis für ihre Arbeit haben. Die Programmierschnittstellen sind schon seit 31. Januar eingefroren und sollten inzwischen vollständig dokumentiert sein. Ebenfalls seit 31. Januar ist bereits der Feature Freeze in Kraft, so dass die Funktionalität von GNOME 3.0 jetzt feststeht.

Dies gilt auch für die neue Desktop-Oberfläche GNOME Shell, die in letzter Minute noch einige Änderungen erhielt. Die einzige Änderung, die in GNOME Shell bis zur Version 3.0 noch kommen könnte, ist ein Netzwerk-Indikator auf Basis von NetworkManager 0.9. Zu den zahlreichen Änderungen seit der letzten Version gehört eine automatische Workspace-Verwaltung. Leere Workspaces werden automatisch entfernt bis auf einen. Wird in diesem ein neues Fenster geöffnet, wird automatisch ein neuer Workspace angelegt. Das Aussehen wurde an mehreren Stellen verbessert. Die Buttons zum Maximieren und Minimieren von Fenstern wurden aus der Titelleiste entfernt. Diese umstrittene Entscheidung wurde von Owen Tailor ausführlich begründet. Das Team ist der Überzeugung, dass diese Buttons nur selten benutzt werden, aber durchaus störend sein können, wenn sie versehentlich betätigt werden. Für diejenigen, die es nutzen, kann Maximieren und Minimieren immer noch auf mehreren anderen Wegen erreicht werden. Ferner stehen verschiedene Workspaces und das Konzept des Versteckens zur Verfügung, so dass Minimieren ersetzbar ist. Doch selbst Owen Taylor ist sich nicht sicher, ob die Alternativen eine Verbesserung darstellen. Doch da das Verstecken im Zusammenspiel mit Minimieren noch nicht durchdacht ist, entfernte er die Buttons schließlich widerwillig. Doch könnten die Buttons in GNOME 3.2 wieder auftauchen, wenn die Beschwerden über ihr Fehlen zu groß werden.

GNOME 3.0 wird zahlreiche Änderungen gegenüber GNOME 2.32 bringen. GNOME Shell wird als integraler Bestandteil enthalten sein, ebenso wie der Fenster- und Compositing-Manager Mutter. Infolge der Verwendung von Mutter wird eine Hardware-3D-Beschleunigung vorausgesetzt. Auf Systemen, auf denen diese nicht verfügbar ist, wird es einen »Fallback« geben. Vorhandene GNOME-2-Anwendungen können unter GNOME 3 weiter genutzt werden. Der Desktop erhält ein neues Theme und Animationen. Aktivitäten, im Wesentlichen ein neuer Name und verbesserte Bedienung für die altbekannte Gruppierung von Fenstern in virtuellen Desktops, sollen effizienteres Arbeiten ermöglichen. Instant Messaging wurde stärker integriert, das Benachrichtigungssystem und die Systemeinstellungen wurden überarbeitet, das Arbeiten ohne Maus soll besser möglich sein, und Fenster können automatisch ohne Überlappungen kachelartig angeordnet werden. Einzelheiten zu den Neuerungen werden auf gnome3.org aufgeführt.

Der Quellcode von GNOME 2.91.90 steht auf den Download-Servern des Projektes getrennt nach Kern und Apps bereit. Zum Compilieren kann man jhbuild verwenden. Binärpakete werden von verschiedenen Distributoren bereitgestellt.

Die zweite Betaversion von GNOME 3.0 soll in zwei Wochen, am 9. März, kommen und soll die Strings einfrieren, so dass die Übersetzer ihre Arbeit aufnehmen können. Am 23. März soll ein Veröffentlichungskandidat erscheinen, der noch zwei Wochen lang zum Testen und Beseitigen der kritischen Fehler dient. GNOME 3.0 soll am 6. April offiziell erscheinen.

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