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Di, 15. März 2011, 11:01

Software::Kommunikation

GNU Free Call gestartet

Mit GNU Free Call ist ein Internet-Telephonie-Projekt an den Start gegangen, dessen Software nach der Fertigstellung ähnlich leicht zu benutzen sein soll wie Skype. Laut den Initiatoren Haakon Eriksen und David Sugar soll GNU Free Call auf dem SIP-Protokoll und GNU SIP Witch basieren und für viele Plattformen, unter anderem Desktop-Computer und Smartphones, erhältlich sein.

Es ist geplant, dass GNU Free Call deutlich sicherer als Skype sein soll. Die Software wird ohne zentrale Server zur Registrierung, proprietäre Protokolle und Kontrollpunkte im Netzwerk auskommen. Die Initiatoren wollen ihr Ziel mithilfe eines Mesh-Netzwerkes für die VoIP-Telefonie erreichen, dass auch dann noch funktioniert, wenn im Havariefall Teile des Netzwerks isoliert sind. Gesprächspartner sollen sich mit Hilfe eines Public-Key-Verfahrens eindeutig authentifizieren lassen.

Um GNU Free Call umzusetzen, wird SIP Witch um P2P- und Vermittlungs-Funktionalitäten erweitert. Sip Witch wird von GNU Free Call verwendet, um die Verbindung zwischen zwei oder mehr Endgeräten direkt herzustellen. Anwender sollen in die Lage versetzt werden, mit Hilfe einer grafischen Oberfläche zu sehen, welche Gespräche geführt wurden und ob der Schlüsselaustausch erfolgreich war. Weiterhin ist geplant, Sip Witch zu einem sicheren VoIP-Proxy auszubauen, auf den alle SIP-konformen VoiP-Endgeräte zugreifen können.

Das eingesetzte Verschlüsselungsverfahren ähnelt dem von PGP-Gründer Phil Zimmerman entwickelten Protokoll ZRTP für sicheres VoIP. Für jeden Kommunikationsaufbau werden neu ausgehandelte Schlüssel verwendet. Um die Verbindung zu validieren und Man-in-the-Middle-Attacken vorzubeugen, wird GnuPG eingesetzt. Für die GnuPG-Nutzung wollen die Entwickler das SIP-Protokoll erweitern.

Das GNU Free Call-Projekt hat noch keinen Zeitplan veröffentlicht, wann mit ersten Ergebnissen ihrer Arbeit zu rechnen ist. Alle vom Projekt verwendete Software kann im GNU-Telephony-Wiki heruntergeladen werden. Mittels verschiedener Mailinglisten können interessierte die Fortschritte der Arbeit an Sip Witch (sipwitch-devel@gnu.org) mitverfolgen oder sich in die Diskussion zu Kernarchitektur, Privatsphäre und sozialen Konsequenzen (gnucomm-privacy@gnu.org) einklinken können.

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