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Mi, 30. März 2011, 12:08

Software::Multimedia

Mplayer2: Neuentwicklung startet

Mit einem Fork unter dem Namen Mplayer2 plant eine Gruppe von Entwicklern die bekannte Multimedia-Applikation zu entschlacken und teils radikal umzubauen. Nun stellten sie als erste Veröffentlichung Version 2.0.0 von Mplayer2 vor.

SMPlayer und Mplayer2

Mirko Lindner

SMPlayer und Mplayer2

Anders als man vermuten könnte handelt es sich bei Mplayer2 nicht um den offiziellen Nachfolger, sondern um einen Fork von Mplayer. Ziel der Entwicklung ist nach Angaben der beteiligten Entwickler die Überarbeitung der Codebasis von Mplayer und die Integration neuer Funktionen, die bisher nicht im offiziellen Mplayer zu finden waren.

So bietet die neue Version eine bessere Handhabung von Pausen und ermöglicht unter anderem die Ausführung von Kommandos, während die Wiedergabe gestoppt ist. Darüber hinaus bietet Mplayer2 eine bessere Unterstützung von Matroska-Audio- und Videodaten und integriert die neueste Version von FFmpeg, die unter anderem mit mehreren Threads arbeiten kann.

Zu den weiteren Neuerungen von Mplayer2 gehört die verbesserte Unterstützung von VDPAU-Funktionen unter Nvidia-Karten. Unter anderem soll die Geschwindigkeit bei der Wiedergabe höher sein, und eine höhere Abspielrate jenseits der Monitorfrequenz soll möglich sein. Zudem wurde die interne Kopie von FFmpeg entfernt.

Im Zuge der Codebereinigung haben die Entwickler MEncoder aus der Anwendung entfernt. Nach ihren Angaben ist die Codebasis von MEncoder fehlerhaft und kaum noch wartbar. Eine der Funktionalität von MEncoder vergleichbare Lösung soll in späteren Versionen von Mplayer2 implementiert werden. Ferner wurde die interne GUI aus Mplayer2 entfernt. Statt dessen soll das API weiter ausgebaut werden, so dass externe Lösungen besser mit der Anwendung zusammenarbeiten können. Da das API vorerst aber nicht verändert wurde, ist die Nutzung von alten GUIs weiterhin möglich.

Eine Liste aller Änderungen gegenüber MPlayer kann der Projektseite entnommen werden. Mplayer2 steht in der ersten Testversion sowohl im Quellcode als auch als Binärpakete für Linux, Mac OS X und Windows zum Download bereit.

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