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Sa, 2. April 2011, 11:56

Gesellschaft::Bildung

Polen entwickelt Open-Source-Kurse für Sekundarschulen

Die polnische Stiftung für freie und offene Software (FWiOO) hat ein Expertenteam zusammengestellt, das für Gymnasien und technische Schulen Kurse entwickeln soll, in denen Schüler mit Open-Source-Software vertraut gemacht werden. Das Team setzt sich aus Lehrern und Universitätsdozenten aus den Wojewodschaften Wielkopolskie, Lubuskie and Zachodniopomorskie zusammen. Das Projekt »Strategie freier und offener Implementationen« (SWOI, Strategia Wolnych i Otwartych Implementacji) wird im kommenden Schuljahr an über 100 Schulen starten.

SWOI wurde vor dem Hintergrund ins Leben gerufen, dass nur drei Prozent der Abiturienten Informatik als Prüfungsfach wählen und noch viel weniger mit einem anderen Betriebssystem als Microsoft Windows umgehen können. Die von der Arbeitsgruppe ausgearbeiteten Lehrpläne werden in Form freiwilliger, außerschulischer Nachmittagskurse getestet, die über 1.100 Schüler erreichen sollen. Die Ergebnisse der Testphase, an deren Auswertung neben den Lehrern auch die Schüler beteiligt werden, sollen in die endgültigen Lehrpläne einfließen. Dass Schüler mit freier Software umgehen können, wird von der Arbeitsgruppe als Schlüsselqualifikation betrachtet. Es ist geplant, die Open-Source-Kurse mit anderen innovativen IT-Bereichen zu verknüpfen, beispielsweise Robotik.

Die 110 Lehrer, die sich am Entwicklungsprozess beteiligen wollen, müssen drei Jahre am Gymnasium oder vier Jahre an einer Fachschule Informatik unterrichtet haben, kompetent in der Nutzung freier Software sein, kreativ und leidenschaftlich unterrichten und sich offen für innovative Lernansätze zeigen. Die testweisen Open-Source-Kurse sollen jeweils drei Monate dauern und wöchentlich zwei Stunden umfassen. Es werden sie Module A, B und C angeboten, die aufeinander aufbauen. Am Ende der jeweiligen Kurse sollen Prüfungen und Wettbewerbe stattfinden, etwa, welche Schule den fähigsten Roboter für eine bestimmte Aufgabe entwickelt.

Die Arbeitsgruppe geht davon aus, dass sie für die Entwicklung der Lehrpläne und -materialien insgesamt drei Jahre brauchen wird, da verschiedene Schultypen und Erfahrungsstufen der Schüler berücksichtigt werden müssen. Das Projekt kostet 5 Millionen Polnische Zloty (ca. 1,25 Millionen Euro) und wird von der Europäischen Union und vom polnischen Bildungsministerium bezuschusst.

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Kommentare (Insgesamt: 9 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Polen entwickelt Open-Source-Kurse für Sekundarsch (utntu, Di, 5. April 2011)
Re: Wenig sinvoll ... (Jürgen Graf, So, 3. April 2011)
Wenig sinvoll ... (Torsten Giebl, So, 3. April 2011)
Nicht weit von Berlin... (yahya, Sa, 2. April 2011)
Re[2]: Zusatz (LH_, Sa, 2. April 2011)
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