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Mo, 4. April 2011, 14:00

Software::Desktop

Mozilla kämpft gegen langsame Erweiterungen

Mozilla hat angekündigt, im Kampf gegen lange Startzeiten bei Firefox stärker gegen lähmende Erweiterungen vorzugehen. Denn im Schnitt bedeutet jede Erweiterung, dass der Browser zehn Prozent länger zum Laden braucht, und in Extremfällen noch mehr.

In Zukunft will Mozilla die Nutzer deutlicher vor Verlangsamungen warnen, so Justin Scott, Add-ons Product Manager, im Mozilla-Blog. Zudem sollen sich Entwickler um maximal fünf Prozent Verlangsamung bemühen. Davon sind derzeit auch einige sehr beliebte Erweiterungen weit entfernt, darunter auch der absolute Publikumsfavorit »AdBlock Plus«.

Mozilla setzt schon lange auf Erweiterungen, damit Benutzer ihren Browser leicht an ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen können. Doch die Erweiterungen können den Browser insbesondere beim Start bremsen. In manchen Fällen und je nach Hard- und Softwarekonfiguration eines Systems kann sich das für Nutzer spürbar bemerkbar machen. »Vielen Benutzern ist gar nicht bewusst, dass Erweiterungen diese Verzögerungen bewirken können. Daher wollen wir die Leistung deutlich verbessern«, schreibt Scott.

Zunächst hat Mozilla eine Liste veröffentlicht, wie sich die beliebtesten Erweiterungen auf den Browser-Start auswirken. Immerhin 21 Prozent Verzögerung bewirkt demnach AdBlock Plus. Spitzenreiter sind mit je 74 Prozent Startverzögerung das Übersetzungswerkzeug »FoxLingo« und das Entwicklerwerkzeug »Firebug«. In weiterer Folge will Mozilla alle Add-ons berücksichtigen und auch messen, wie sie sich beispielsweise auf Seitenladezeiten auswirken.

Um den Benutzern ein besseres Bild von Browser-Bremser zu vermitteln, wird Mozillas Add-on-Galerie in Kürze eine passende Warnung bei Erweiterungen anzeigen, welche die Startzeit um zumindest ein Viertel verlängern. Zugleich soll ein Update der »Performance Best Practices« Entwicklern helfen, ihre Add-ons durch saubere Programmierung so zu optimieren, dass sie möglichst geringe Auswirkungen haben. Weiters will Mozilla Tools bieten, um Geschwindigkeitstests zu erleichtern.

Zum Schutz der Benutzer ist laut Scott zudem geplant, dass Firefox bei Add-ons in Zukunft auf ein klares Opt-in-Modell umsteigt. Das soll die Installation von Toolbars und anderen Erweiterungen durch Drittanbieter-Software eindämmen. Daher wird es »in einer kommenden Version« von Firefox erforderlich sein, dass Benutzer eine Erweiterung direkt im Browser bestätigen, ehe es installiert werden darf. (pte)

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Kommentare (Insgesamt: 19 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Geschwindigkeit (elinkser, Di, 5. April 2011)
Re[3]: Die 2. wichtigste Aufgabe (Peter mit dem Wolf, Di, 5. April 2011)
Re[2]: Die 2. wichtigste Aufgabe (fork, Di, 5. April 2011)
Re[4]: Geschwindigkeit (akf, Di, 5. April 2011)
Re[2]: Adblock Plus (krake, Di, 5. April 2011)
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