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Mo, 11. April 2011, 12:45

Software::Distributionen::Ubuntu

Unity in Ubuntu stabilisiert sich

Für die kommende Version 11.04 von Ubuntu ist geplant, die Standard-GNOME-Oberfläche durch die Eigenentwicklung Unity zu ersetzen. Die endgültige Entscheidung für Unity steht zwar noch aus, aber die Zweifel werden offenbar immer geringer.

Unity in Ubuntu 11.04 Alpha2

webupd8.org

Unity in Ubuntu 11.04 Alpha2

Das Ziel, Unity zum Standard-Desktop von Ubuntu zu machen, hatte Mark Shuttleworth schon im Oktober 2010 verkündet. Ursprünglich war Unity nur für Netbooks gedacht. Es beruht auf GNOME und besitzt Anpassungen für die bessere Nutzung einer begrenzten Bildschirmfläche. So gibt es einen Launcher, der auf der linken Seite eine Leiste präsentiert, mit der sich die wichtigsten Programme schnell starten lassen sollen. Programme starten in der Regel mit maximiertem Fenster. Auch das Panel wurde an Netbook-Verhältnisse angepasst. Als Window-Manager kommt Mutter zum Einsatz, der auf Clutter und damit weitgehend auf OpenGL aufsetzt.

Für Shuttleworth stand von Anfang an fest, das Unity die bisher größte Änderung für Ubuntu und ein riskanter Schritt sein würde. Trotz der Betonung, dass Ubuntu weiterhin zu GNOME stehe, sahen viele in der Gemeinschaft Unity mit skeptischem Blick, teilweise sogar als Fork von GNOME.

Diese Skepsis führte auch innerhalb von Canonical zu Diskussionen, ob Unity schon bereit sei für Ubuntu 11.04. Die Oberfläche war bis vor kurzem noch sehr instabil und weist nach wie vor viele Fehler auf. Zudem fehlen noch Funktionen, die allerdings notfalls in der nächsten Version nachgereicht werden. Beispielhaft kann hier der aktuelle Bericht von Kees Cook genannt werden. Er berichtet unter anderem von Abstürzen in Compiz, die Unity auf seiner Hardware (mit Intel-Grafik) fast unbenutzbar machten.

Auf der anderen Seite wurden viele Fehler mittlerweile behoben, insbesondere sollen Abstürze in den letzten Tagen seltener geworden sein. Das Design-Team von Ubuntu hat sehr viel Arbeit in die Optimierung der Benutzbarkeit und Effizienz investiert, und nicht wenige Entwickler und Gemeinschaftsmitglieder berichten, dass ihnen nach der Eingewöhnung die neue Oberfläche sehr viel mehr zusagt als das bisher eingesetzte GNOME 2.x.

Angesichts dieser Entwicklung schreibt Rick Spencer von Canonical auf der Entwickler-Mailingliste, dass er optimistisch ist, dass es bei Unity als Standard-Oberfläche bleiben wird. Er gesteht ein, dass Unity noch einige problematische Punkte aufweist, aber insgesamt ist es seiner Meinung nach für die meisten Benutzer schon in Ubuntu 11.04 die bessere Lösung. Er fordert alle Entwickler auf, mögliche Probleme oder Bedenken zur Umstellung nochmals kundzutun. Bekannte Probleme mit Unity sind einige fehlende Funktionen, darunter fehlende Systemleisten-Unterstützung für viele wichtige Anwendungen, eine Handvoll Benutzbarkeitsprobleme wie schwer zu findende Einstellungen, leichte Inkonsistenzen in der Bedienung und unvollständige Suchergebnisse, und generelle Bedenken, dass noch zuviele Fehler auftreten werden.

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Kommentare (Insgesamt: 21 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[2]: Immer raus damit (alphatester, Fr, 15. April 2011)
Re: Immer raus damit (Proletarier, Mi, 13. April 2011)
Re[4]: Falsche Infos (acab, Di, 12. April 2011)
Re[6]: unity und Sub Books (JanN, Di, 12. April 2011)
Re[5]: unity und Sub Books (Erklärbär, Di, 12. April 2011)
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