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Di, 21. Juni 2011, 15:35

Gemeinschaft

Streit um Rechte am Namen OpenAPC

Das Projekt openAPC beschuldigt die in Deutschland registrierte OpenAPC Foundation des Namensdiebstahls, da sie den Namen OpenAPC wesentlich früher benutzt habe und dies der Foundation auch bekannt gewesen sei.

Wie das OpenAPC-Projekt - Entwickler einer freien Prozess-Steuerungs- und Visualisierungssoftware - diese Woche in einer Mitteilung auf seiner Mailingliste bekannt gab, bestehen bereits länger andauernde Namensstreitigkeiten mit der OpenAPC Foundation. Das OpenAPC-Projekt legt seinen Standpunkt auf der eigenen Webseite detailliert dar. Danach sei die Benutzung des Namens OpenAPC durch das freie Projekt vorrangig, da dieses den Namen deutlich vor der Foundation aktiv benutzt habe. Wie Auszügen aus dem E-Mail-Verkehr beider Seiten zu entnehmen ist, scheint sich die Foundation dieser Tatsache sogar bewusst zu sein und nutzt den Namen OpenAPC gegen den ausdrücklichen Rat des eigenen Anwalts. Die in Dresden ansässige OpenAPC Foundation war zu keiner Stellungnahme bereit. Entsprechende Anfragen wurden bisher ignoriert.

Ähnlich bemerkenswert verhält sich die Foundation in Bezug auf die von ihr angebotenen Produkte: Laut Homepage ist sie eine nicht gewinnorientierte Organisation, die eine freie und quelloffene Software zur Prozessüberwachung entwickelt, was gewisse Ähnlichkeiten mit dem OpenAPC-Projekt nahelegt, tatsächlich aber eher in Richtung Datenerfassung und Auswertung der Daten zur Prozessoptimierung zu gehen scheint.

Leider finden sich im Downloadbereich oder auf der Projektseite auf SourceForge jedoch keinerlei Daten. Weder sind downloadbare Programme vorhanden noch enthält die Versionsverwaltung Quellcodes. Dafür ist es aber möglich, Mitglied bei der OpenAPC Foundation zu werden, was sich - je nach Einordnung - in einem Jahresbeitrag von 5000 Euro oder mehr niederschlagen kann. Laut einer Mitteilung ist die Foundation aber seit April 2011 assoziiertes Mitglied der Eclipse Foundation, so dass der für Oktober 2010 angekündigte Quellcode vielleicht doch noch erscheint.

Das OpenAPC-Projekt hat in seiner Mitteilung bisher nicht bekannt gegeben, ob und wie es weiter gegen die OpenAPC Foundation vorgehen wird. Es ist - wie zumeist in solchen Fällen - jedoch anzunehmen, dass es für das Projekt schwierig ist, gegen einen deutlich finanzkräftigeren Gegner rechtliche Schritte einzuleiten. (Hans Müller/hjb)

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