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Di, 5. Juli 2011, 16:33

Software::Netzwerk

Neue Netatalk-Version vorerst nur an zahlende Kunden

Wie die Entwickler der freien Implementierung der AppleTalk-Protokollfamilie in einem offenen Brief bekannt gaben, wollen sie die neueste Version des Systems vorerst nur noch zahlenden Kunden zur Verfügung stellen. Allgemein zugänglich soll Netatalk 2.2 erst werden, wenn sich genügend kommerzielle Anwender gefunden haben.

Netatalk stellt eine freie Implementierung der AppleTalk-Protokollfamilie dar. Die Lösung ermöglicht POSIX-Systemen als Datei, Drucker oder Zeitserver für Mac-Systeme zu fungieren. Entstanden ist Netatalk ursprünglich in der Research Systems Unix Group der University of Michigan. 2000 wechselte das Projekt zu SourceForge und wird nun dort überwiegend von einem festen Entwicklerstamm rund um NetAFP weiter gepflegt.

Nun haben die Entwickler in einem offenen Brief angekündigt, die neue Version 2.2 nicht mehr öffentlich auf SourceForge verfügbar zu machen, sondern nur noch an zahlende Kunden auszuliefern. Wie Frank Lahm schreibt, wird die Entwicklung von Netatalk nur noch durch einen engen Stamm durchgeführt. Beiträge von kommerziellen Unternehmen oder anderen Entwicklern solle es nicht mehr geben. Im krassen Gegenteil steht dazu, dass viele Unternehmen die freie Implementierung nutzen und Geld mit ihr verdienen, ohne aber an die eigentliche Arbeit, die hinter Netatalk stehe, zu denken.

Um die Weiterentwicklung einer offenen und freien Implementierung der AppleTalk-Protokollfamilie sicher stellen zu können, planen die Entwickler deshalb, die neue Version 2.2 nicht mehr öffentlich zu machen. Lediglich Hersteller, die sich finanziell an der Entwicklung beteiligen, sollen Zugriff auf die Version erhalten. Nicht zahlende Anwender oder Kunden sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Freigabe bedient werden. Bis dahin soll auf SourceForge nur die veraltete Version 2.2-Beta4 erhältlich sein.

Sobald die Mehrheit der Netatalk-OEMs sich allerdings entschlossen habe, das Projekt auch zu fördern, will Netatalk zu einem völlig offenen Entwicklungsmodell zurückkehren. Sollte das Vorhaben nicht gelingen, sehen die Entwickler die weitere Arbeit an Netatalk in Gefahr.

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