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Mi, 13. Juli 2011, 18:32

Software::Distributionen::Debian

GNU Hurd will offiziell in nächste Debian-Version

Die Entwickler des GNU-Betriebssystems Hurd wollen in den nächsten 18 Monaten entscheidende Fortschritte erreichen. Die bereits bestehende Debian-Variante mit dem Hurd-Kernel soll in Debian 7.0 »Wheezy« offiziellen Status erreichen.

Wie dem jüngsten Statusbericht des Hurd-Projektes zu entnehmen ist, geht die Entwicklung von Hurd langsam, aber stetig weiter. Eine Debian-Variante mit Hurd-Kernel, Debian GNU/Hurd, existiert bereits länger. Seit Mai gibt es auch inoffizielle Installations-Images, die den grafischen Installer von Debian verwenden. Nun gibt es Pläne, bis zum Erscheinen von Debian 7.0 »Wheezy«, womit frühestens Ende 2012 zu rechnen ist, den Status einer offiziellen Debian-Portierung zu erhalten. Gleiches hat Debian GNU/kFreeBSD, eine Variante von Debian mit FreeBSD-Kernel, bereits mit der Freigabe von Debian 6.0 »Squeeze« geschafft.

Bis dahin ist jedenfalls noch viel zu tun, auch wenn schon jetzt 68% aller Pakete des Debian-Archivs, also um die 20.000 Pakete, für Debian GNU/Hurd verfügbar sind. Debian GNU/kFreeBSD liegt bei 85%. Teilweise sind es noch fehlende Funktionen des Hurd-Kernels, die die Portierung weiterer Pakete verhindern. Im Rahmen eines Summer of Code-Projekts, bei dem Java auf Hurd portiert wird, dürften zahlreiche dieser Lücken geschlossen werden, was dann weitere Portierungen ermöglicht.

Hurd ist der offizielle Kernel von GNU und stellt eine Sammlung von Servern dar, die auf dem Microkernel GNU/Mach laufen und Dateisysteme, Netzprotokolle, Zugriffskontrolle und alle anderen Features Unix-ähnlicher Kernel implementieren. Die Entwicklung begann 1990, also kurz vor der von Linux, durch eine Entwicklergruppe der Free Software Foundation (FSF), wurde aber bald zugunsten der Verwendung von Linux eingeschränkt. So wurde Hurd erst lange nach Linux in der Praxis benutzbar, und auch das nur bedingt. Neben Debian bietet auch Arch Linux eine Hurd-Portierung (ArchHurd). Erst neulich konnten die Entwickler verkünden, dass das vom L4-Microkernel-Projekt stammende DDEKit auf Hurd portiert wird. Diese Software stellt eine Umgebung zur Verfügung, mit der Treiber von Linux oder FreeBSD unter einen Microkernel laufen können - gemäß der Philosophie von Microkerneln als Systemprozesse außerhalb des Kernels.

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