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Do, 28. Juli 2011, 14:01

Software::Grafik

Digikam 2.0 erkennt Gesichter

Fast gleichzeitig mit KDE SC 4.7 haben auch die Entwickler der populären Bildverwaltungssoftware Digikam eine neue Version der Anwendung freigegeben. Die wohl spektakulärste Neuerung der aktuellen Version stellt eine Gesichtserkennung dar.

Automatische Gesichtserkennung in Digikam 2.0

Caulier Gilles

Automatische Gesichtserkennung in Digikam 2.0

Parallel zur Freigabe von KDE 4.7 können Anwender auch auf eine neue Version von Digikam zurückgreifen. Die Applikation stellt ein Fotoverwaltungsprogramm zum Importieren und Organisieren von Digitalbildern dar. Importierte Werke können in Alben verwaltet werden. Darüber hinaus stellt das Programm diverse Funktionen zum Ansehen, Organisieren, Bearbeiten und Weiterverteilen der Bilder zur Verfügung. Die Kameraschnittstelle gibt den Anwendern die Möglichkeit, Bilder direkt vom Gerät zu importieren.

Mit der Freigabe von Digikam 2.0 stellen die Entwickler der Nutzerschaft zahlreiche Neuerungen vor. Die wohl spektakulärste stellt dabei die Erkennung von Gesichtern und die Suche nach Personen dar. Die im Rahmen des Google Summer of Code (GSoC) 2010 entstandene Erweiterung soll unter anderem die Verwaltung von Fotos mit bekannten Gesichtern erleichtern. Bevor diese Funktion allerdings genutzt werden kann, muss der Anwender das Programm anweisen, seine Bildersammlung nach Gesichtern zu durchsuchen. Dies kann je nach Größe der Alben von einigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden dauern. Die Erkennung kann dabei von verschiedenen Faktoren, wie der Qualität des Bildes zum Beispiel, abhängen, und bedarf oftmals einer manuellen Anpassung.

Die weitere neue Art, mit Digikam 2.0 Bilder zu taggen, ist das XMP-Format. Damit lassen sich Informationen auch in Bildern unterbringen, die keine Tagging-Metadaten unterstützen. Mit GPS-Informationen in Bildern lassen sich zudem per Reverse Geocoding aus Geodaten Ortsinformationen herausfiltern. Die Anwendung greift dazu auf die Datenbestände von OpenStreetMap zu und kann so beispielsweise Bilder mit den Namen des Ortes taggen. Zudem verfügt Digikam 2.0 über eine neue Funktion, die die Sortierung von Bildern erleichtern soll. So lassen sich mittels »Color Labels« Bilder nicht nur per Tags voneinander unterscheiden, sondern auch visuell. Zudem unterstützt die Anwendung ab sofort auch einen Export zu RajCe und MediaWiki.

DigiKam 2.0 liegt im Quelltext vor. Der Tarball kann von Sourceforge.net heruntergeladen werden. Neben Linux unterstützt die Anwendung auch weitere Betriebssysteme, darunter auch Mac OS X und MS Windows.

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