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Fr, 29. Juli 2011, 12:56

Software

Bestandsaufnahme freier CAD-Software

Sam Tuke von der FSFE hat eine Bestandsaufnahme freier CAD-Software veröffentlicht, die insbesondere den Status der Unterstützung des Dateiformats DWG beleuchtet.

Auch wenn der mutmaßliche Marktführer Autocad sich weigert, seine Software auf Linux zu portieren, ist CAD unter Linux ein längst gelöstes Problem, sollte man denken. Immerhin sind zahlreiche Projekte sowie einige proprietäre Angebote verfügbar. Doch die Lage ist laut Sam Tuke, Koordinator der Free Software Foundation Europe (FSFE) für Großbritannien, nicht ganz so rosig, insbesondere wenn man die Unterstützung des Dateiformats DWG betrachtet. Das Format DWG ist der Quasistandard in der Industrie für CAD. Es ist allerdings proprietär und nicht öffentlich dokumentiert. Somit gibt es derzeit wohl kein freies Programm, das DWG unterstützt.

Es wird allerdings an einer Bibliothek gearbeitet, die diese Unterstützung bringen soll. LibreDWG ist ein freier Ersatz für die proprietären OpenDWG-Bibliotheken und eines der FSF-Projekte mit besonderer Dringlichkeit. LibreDWG kann derzeit wohl nur DWG-Dateien lesen, aber noch keine erzeugen. Ein Summer of Code-Projekt soll die Schreibunterstützung hinzufügen, so dass DWG 2000 und DWG 2004 gelesen und geschrieben werden können.

Doch viele CAD-Benutzer können auch ohne DWG-Unterstützung auskommen. Für diese Benutzer gibt es schon jetzt mehrere Alternativen, die Liste von Tuke ist sicherlich unvollständig. Tuke nennt KiCad, das unter anderem schon von OpenMoko zum Design des Wikireaders verwendet wurde, CADEMIA, das offenbar hauptsächlich für Ingenieur- und Architekten-Arbeiten nützlich ist, und FreeCAD, das allerdings auf Bibliotheken beruht, die nach strengen Definitionen nicht frei sind (Lizenz).

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