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Mo, 1. August 2011, 08:00

Gesellschaft::Politik/Recht

Emacs verstößt gegen die GPL

Der von Richard Stallman geschriebene und noch bis 2008 betreute GNU-Texteditor Emacs verstößt offenbar seit fast zwei Jahren gegen die Bedingungen der GNU GPL. Wie der Ur-Autor und Präsident der FSF am Wochenende bekannt gab, handelt es sich um ein ernsthaftes Problem, das die Organisation schnellstmöglich beheben will.

Der Texteditor GNU Emacs...

gnu.org

Der Texteditor GNU Emacs...

GNU Emacs stellt einen Texteditor dar, der eine Vielzahl von Funktionen enthält und durch seine Programmierschnittstelle mit beliebigen Erweiterungen ausgestattet werden kann. Der Name stammt ursprünglich von dem Akronym »Editor MACroS«, wurde im Laufe der Jahre durch die immer weiter zunehmende Funktionsvielfalt und die Größe der Applikation verballhornt. Das Programm enthält neben der eigentlichen Text-Funktionalität außerdem Erweiterungen für so verschiedene Dinge wie das Kompilieren und Debuggen von Programmen, die Handhabung von E-Mail sowie die Unterstützung des X Window System usw. Zum Spaß und zur der Demonstration, was mit Emacs Lisp alles angestellt werden kann, enthält die Applikation ebenfalls einen »Psychotherapeuten« sowie diverse Spiele. Zu Emacs gehören außerdem ein Lernprogramm sowie die Dokumentation. Ferner ist Emacs universell verwendbar und auch auf vielen anderen Plattformen verfügbar.

Fotostrecke: 7 Bilder

unterstützt zahlreiche Sprachen....
und bietet eine Integration mit GDB...
sowie zahlreiche Funktionen, wie ein grafisches Diff-Tool, ...
einen Dateimanager, ...
oder einen E-Mail-, RSS- und Feed-Client,...
Wie nun Richard Stallman in einer Email auf der Liste von Emacs bekannt gab, wird die Applikation offenbar bereits seit etlichen Jahren nicht mehr im Einklang mit den Bedingungen der GNU General Public License (GNU GPL) veröffentlicht. Betroffen von dem Problem sind alle Versionen, die seit Version 23.1.90 freigegeben wurden. Denn bereits seit Ende 2009 enthält Emacs laut Aussage von David Kastrup übersetzte Cedet-Dateien (Collection of Emacs Development Environment Tools), die nicht im Quellcode veröffentlicht wurden.

Laut Stallman handelt es sich bei der offensichtlichen Panne um ein ernstes Problem, das umgehend angegangen werden muss. Der Ur-Autor und ehemalige Betreuer des Editors fordert deshalb die umgehende und rückwirkende Freigabe der betroffenen Quelltexte. Sollen jene nicht mehr auffindbar sein, so müssten die betroffenen Versionen aus dem Verkehr gezogen werden. Darüber hinaus dürfe es laut Stallman auch keine neuen Versionen der Applikation geben, solange das Problem nicht korrigiert wurde.

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