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Do, 4. August 2011, 12:58

Software::Multimedia

GStreamer 1.0 nimmt Gestalt an

Mit der ersten Version 0.11 bereiten sich die Entwickler auf die Veröffentlichung der ersten stabilen Version 1.0 des freien Multimedia-Frameworks GStreamer vor. Läuft alles nach Plan, wird GStreamer über 12 Jahre nach der Gründung des Projektes bald offiziell für stabil erklärt.

Nachdem die Entwickler bereits Ende des vergangenen Jahres eine stabile Version von GStreamer in Aussicht gestellt hatten, konkretisieren sie nun die Pläne. Mit der Freigabe der ersten Version 0.11 ziehen nicht nur funktionelle Änderungen in das freie Multimedia-Framework ein, sondern auch der Lichtblick, dass GStreamer nach über 12 Jahren Arbeit in einer stabilen Version freigegeben werden könnte. Wie Gstreamer-Maintainer Wim Taymans in der Ankündigung der neuen Version schreibt, soll die aktuelle Linie, sobald sie weitgehend stabilisiert wurde, in der Version 1.0 münden.

GStreamer stellt ein Multimedia-Framework dar, dessen relativ kleiner Kern mit Plugins erweitert werden kann. Die Plugins sorgen für Codecs, Container-Formate, Ein- und Ausgabe und Effekte und können miteinander kombiniert werden. GStreamer startete 1999 und obwohl das Projekt bereits ziemlich ausgereift ist und seit etlichen Jahren stabil gehalten wird, hat es noch nicht die Version 1.0 erreicht. Version 0.10.0 erschien im Dezember 2005. Seither gab es zahlreiche Updates, wobei die Quellcode- und Binärkompatibilität stetig gewahrt wurde.

Mit der Freigabe von GStreamer 0.11 bricht das Team mit der Kompatibilität. Die neue Version bietet eine überarbeitete Pufferverwaltung und eine Integration von Puffer-Pool-Verwaltung. Zudem wurde das dynamische Pipeline-Handling verbessert und das Video-System überarbeitet. Zu den weiteren Änderungen der Version 0.11 gehören Korrekturen von Fehlern.

Das Team verspricht, durch die Änderungen die Geschwindigkeit vor allem auf leistungsschwachen Systemen massiv verbessert zu haben. Zudem waren die Änderungen notwendig, um GStreamer besser an eine Integration mit Hardware-Codecs wie VAAPI und VDPAU anzupassen. Davon sollen auch Desktop-Anwender profitieren, die dem System vergleichsweise wenig abverlangen und sich beispielsweise nur ein Video anschauen wollen.

GStreamer 0.11 kann ab sofort von der Seite des Projektes heruntergeladen werden. Bedingt durch die Änderungen lassen sich allerdings alte Applikationen nicht mehr betreiben. Um die neuen Funktionen nutzen zu können, bedarf es einer Anpassung und einer Portierung. Testwillige können das Multimedia-Framework allerdings parallel zu ihrer alten Version betreiben.

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