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Di, 30. August 2011, 12:36

Software::Desktop::KDE

Martin Gräßlin: Plasma nur noch für Linux

In seinem Blog-Eintrag setzt sich der Kwin- und Plasma-Entwickler Martin Gräßlin mit der Idee auseinander, künftig nur noch Plasma für Linux anzubieten. Als Grund nennt der Betreuer von KWin unter anderem technische Probleme und die kleine Nutzerbasis unter anderen Plattformen.

KDE SC 4.7: Plasma und Anwendungen

kde.org

KDE SC 4.7: Plasma und Anwendungen

Wie Gräßlin gleich am Anfang betont, handelt es sich bei seiner Überlegung um seine Meinung und nicht um die Position der KDE-Gemeinschaft. Fakt ist allerdings, dass sich auch die Welt der freien Software verändert. Bereits mit der Einführung von Wayland könnten die bestehenden Paradigmen einer massiven Änderung unterliegen und Gegebenheiten, die heute noch Bestand haben, auf dem Prüfstand stehen. Konkret geht es dabei um die in der Struktur von KDE verankerte Unterstützung von X11. Wird diese immer noch Bestand haben, wenn Wayland kommt, fragt Gräßlin.

Es ist davon auszugehen, dass Wayland nur auf einem beschränkten Kreis von Betriebssystemen nutzbar sein wird. Viele Entwickler, so auch Gräßlin, gehen davon aus, dass nur Linux Wayland wirklich einsetzen wird. Soll in diesem Fall Plasma neben Wayland auch noch X11 unterstützen, oder umgekehrt?

Der Plasma-Desktop unter Opensuse 11.4

opensuse.org

Der Plasma-Desktop unter Opensuse 11.4

Doch nicht nur Wayland beschäftigt den Entwickler. Beispiele sind auch HAL oder systemd. Denn mit der Integration von Systemd als Init-Daemon wird die Kluft zwischen Linux und anderen Systemen künftig immer größer. Für die KDE-Entwickler stellt sich auch hier die Frage, ob die dem technologischen Fortschritt von Linux folgen oder traditionelle Mechanismen nutzen, um die Kompatibilität mit anderen Systemen zu wahren.

Für Gräßlin stellt sich zudem noch eine weitere Frage und zwar die nach dem Nutzen. Geht man nach den Einträgen in Bugzilla, so scheint die Nutzung von KDE außerhalb der Linux-Welt nur marginal sein. Laut Gräßlin sind gerade einmal 0.4% aller offenen Fehler der letzten 12 Monate bei FreeBSD und nicht einmal 0.3% bei Solaris aufgetreten. Gräßlin sieht also in der Suche nach dem Sinn von KDE für andere Plattformen eine durchaus legitime Frage und konstatiert, »dass Solaris im Grunde keine Nutzer hat und nur Arbeit für uns bedeutet«.

Laut Meinung des KWin-Maintainers sollte sich KDE deshalb mit dem Problem beschäftigen und sich die Frage stellen, ob es immer noch sinnvoll ist, andere Plattformen zu unterstützen. Denn gehe man den verschiedenen Quellen nach, so habe Linux einen Marktanteil im Desktop von knapp einem Prozent. Hier auch noch Zeit für eine noch weit kleinere Minorität aufzuwenden, sieht Gräßlin als Zeitverschwendung an. »Unsere Mittel sind knapp und wir sollten das Beste daraus machen«, schreibt er.

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Kommentare (Insgesamt: 108 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[7]: Seine Meinung in Ehren (fuffy, Fr, 9. September 2011)
Re[6]: Ati-/Nvidia-Treiber für Wayland? (blubbb, Sa, 3. September 2011)
Re[6]: Ati-/Nvidia-Treiber für Wayland? (Workoft, Fr, 2. September 2011)
Re[5]: Seine Meinung in Ehren (iche, Fr, 2. September 2011)
Re[5]: Ati-/Nvidia-Treiber für Wayland? (mgraesslin, Do, 1. September 2011)
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