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Mi, 14. September 2011, 08:10

Gesellschaft::Politik/Recht

Gummersbach migriert auf Linux

Bereits seit vier Jahren migriert die Stadt Gummersbach ihre PC-gestützten Arbeitsplätzen von Windows XP und Office XP auf Linux. Bis heute wurden ca. 70% der Arbeitsplätze umgestellt und bis Ende des kommenden Jahres soll die Marke von 90% erreicht werden.

Gummersbach ist eine Stadt im Oberbergischen Kreis mit ca. 52.000 Einwohnern. Angeschlossen an die gemeinsame kommunale Datenzentrale in Siegburg (Civitec) werden vor Ort ca. 350 Arbeitsplätze betreut. Bis zum Jahr 2007 wurden auf den PC-gestützten Arbeitsplätzen Windows XP und Office XP eingesetzt, doch aufgrund des veralteten PC-Bestandes und einem möglichen Betriebssystemwechsel hätten neben dem Austausch des gesamten PC-Bestandes auch neue Microsoft-Lizenzen für Betriebssystem und Office-Produkte beschafft werden müssen. Der Verwaltungsvorstand stimmte deshalb der Migration von Windows zu Linux-Desktops und dem Einsatz von Thin-Clients zu.

Im Serverbereich wurde ein Linux-Terminalserver HA-Cluster unter SuSE Linux mit sechs Fujitsu Primergy-Servern aufgebaut, deren Verfügbarkeit durch Heartbeat überwacht wird. Die Arbeitsplätze sind mit Fujitsu Futro Thin-Clients ausgestattet. Die Desktops der Benutzer sind derzeit mit KDE 3.5 und OpenOffice.org ausgestattet, hier findet bis Jahresende eine Umstellung auf Gnome 2.30 und LibreOffice statt. Als E-Mail/Groupware-Lösung wird die Web-basierte Anwendung Open Xchange eingesetzt. Neben LibreOffice werden Firefox als Browser, Gimp als Bildbearbeitungsprogramm sowie Hylafax als Fax-Lösung eingesetzt. Mittels Wine werden die nicht für Linux verfügbaren Fachverfahren direkt auf den Linux-Desktops bereitgestellt.

Laut internen Berechnungen konnten kurzfristig durch die Migration Kosten im investiven Bereich im mittleren 5-stelligen Bereich eingespart werden. Langfristig erhoffen sich die Verantwortlichen noch höhere Einsparungen, da keine Kosten mehr für Betriebssystem und Office-Produkte anfallen sollen. Lediglich die Lizenzen der Citrix-Server, die immer noch für diverse Windows-basierte Anwendungen betrieben werden müssen, müssen dauerhaft erneuert werden.

Bis heute wurden laut Aussagen der Verantwortlichen gegenüber Pro-Linux ca. 70% der Arbeitsplätze umgestellt. Die erforderlichen Schulungen für den Linux-Desktop sowie OpenOffice wurden hausintern ohne Zusatzkosten vorgenommen. Bis Ende nächsten Jahres soll das Ziel erreicht werden, 90% der Arbeitsplätze auf Linux zu migrieren. Die restlichen Arbeitsplätze werden aufgrund der Anforderungen vor Ort weiter mit Microsoft-Betriebssystem arbeiten.

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