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Mi, 12. Oktober 2011, 14:07

Software::Entwicklung

Subversion 1.7 veröffentlicht

Die Ersteller des Quellcode-Verwaltungssystems Subversion haben eine neue Version freigegeben, die zahlreiche neue Funktionen mit sich bringt.

Das überwiegend von CollabNet entwickelte Versionsverwaltungssystem Subversion versteht sich selbst als eine »bessere Alternative« zu CVS. Das System beseitigt viele der Mängel und führt neue Konzepte ein. CVS-Benutzern dürfte allerdings der Umstieg auf SVN wegen der Ähnlichkeiten recht leicht fallen. Wie bei CVS sind bereits zahlreiche Tools entstanden, die Subversion unterstützen.

Nachdem CollabNet die Entwicklung von Subversion an die Apache Software Foundation übertrug und die Entwicklung unter den Fittichen der Foundation startete, steht nun Version 1.7 als erste Version von »Apache Subversion« zum Download bereit. Zu den wohl wichtigsten Änderungen gehört die Überarbeitung der lokalen Metadaten-Verwaltung unter dem Namen WC-NG. Wie die Entwickler bekannt gaben, stammte die alte Verwaltung noch aus frühen Tagen und limitierte nicht nur die Wartung, sondern auch die Funktionalität. Mit der Einführung von WC-NG soll der Unterbau nun für weitere künftige Verbesserungen gerüstet sein, obgleich jene noch nicht implementiert wurden. Bemerkbar macht sich die Änderung unter anderem dadurch, dass ab sofort in Subversion-Verzeichnissen nicht mehr überall .svn-Dateien abgelegt werden. Die Steuerung erfolgt nun durch eine zentralisierte Stelle im Root-Verzeichnis eines Projektes. Benutzer, die erstmalig mit der neuen Version arbeiten, müssen deshalb zuerst ihre alten Projektkopien mittels »svn upgrade« auf den neuesten Stand bringen.

Mit Subversion 1.7 führt das Team zudem ein neues Protokoll zur Kommunikation zwischen dem Server und dem Client ein. Das neue, HTTPv2 getaufte Protokoll, verspricht weniger Zyklen bei einem Zugriff und eine schnellere Arbeitsweise vor allem in Netzwerken mit hohen Latenzwerten. Bei älteren Serverversionen wird allerdings auch noch das alte Protokoll unterstützt. Zudem ist es nun mittels »svnrdump« Anwendern möglich, ähnlich »svnadmin dump«, Projekte von anderen Rechnern lokal abzuspeichern. Zudem ist es in Subversion 1.7 möglich, mittels »svn patch« Patches im Unidiff-Format, wie sie beispielsweise mittels »svn diff« erstellt werden können, einzuspielen. Dabei werden nicht nur Änderungen in die Dateien übernommen, sondern wenn notwendig auch die Verzeichnisstruktur angepasst und beispielsweise leere Verzeichnisse gelöscht oder neue Dateien hinzugefügt.

Zu den weiteren Neuerungen von Subversion 1.7 gehören ferner Verbesserungen des Clients, der nun unter anderem auch bei der Logausgabe einen Diff darstellen kann. »svn update« akzeptiert nun auch die »--parents«-Option und »svn diff« kann auch kopierte Dateien anzeigen. Zudem wurde das Merge-Tracking weiter verbessert und die Geschwindigkeit des Servers erhöht.

Eine Liste aller Änderungen kann dem ausführlichen Änderungslog der neuen Version entnommen werden. Der Download der Quellen von Subversion 1.7 ist von der Seite des Projektes möglich.

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