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Do, 27. Oktober 2011, 12:42

Software::Kernel

Langfristig unterstützte Linux-Kernel-Versionen angekündigt

Die Linux Foundation hat die Long Term Stable Kernel Initiative (LTSI) gegründet. Unter der Aufsicht der Arbeitsgruppe für Elektronikgeräte sollen bestimmte Kernel-Versionen für zwei bis drei Jahre gepflegt werden.

Mitte August hatte Linux-Entwickler Greg Kroah-Hartman angeregt, das Erfolgsmodell der langfristig unterstützten Linux-Kernelversionen auf eine regelmäßige Basis zu stellen und gleichzeitig die Zahl dieser Versionen zu begrenzen. Eine Reihe von Hardware-Herstellern, anfänglich Hitachi, LG Electronics, NEC, Panasonic, Qualcomm Atheros, Renesas Electronics Corporation, Samsung Electronics, Sony und Toshiba, konnte für diese Idee gewonnen werden. Unter dem Dach der Arbeitsgruppe »Consumer Electronics« wird nun ein Projekt gestartet, das einmal pro Jahr eine LTS-Version des Linux-Kernels veröffentlichen wird. Jede dieser Versionen wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert, wobei die Kompatibilität gewahrt bleibt. Es wird zwei Varianten geben, einen Community-Zweig, dessen Support für zwei Jahre sichergestellt werden soll, und einen Industrie-Zweig, der bis zu drei Jahren unterstützt wird. Das soll der typischen Lebenszeit eines Elektronikprodukts von zwei bis drei Jahren entsprechen.

Die neue Initiative soll den einzelnen Herstellern viel Arbeit ersparen, die sie bisher in das Testen, Rückportierung von neueren Funktionen und Treibern in ältere Versionen und eigene Treiber steckten. Die Duplizierung von Arbeit soll so reduziert werden, und die Hersteller sollen neue Produkte schneller marktreif machen können. Laut Jim Zemlin, dem Geschäftsführer der Linux Foundation, waren die geringen Kosten und die kurze Zeit bis zur Marktreife schon bisher die entscheidenden Argumente für den Linux-Einsatz. Durch die neue Initiative soll der Vorteil von Linux noch größer werden.

Der Kernel-Code der LTSI soll für einen Großteil der eingebetteten Systeme nutzbar sein und ebenso für andere Linux-Nutzer von Chipherstellern bis zu Distributoren. Er soll die innovativen Funktionen neuerer Kernel-Versionen mit der Stabilität einer LTS-Version kombinieren. Die Arbeitsgruppe wird neben den offiziellen Kernel-Zweigen auch jeweils einen »staging«-Zweig für die Gemeinschafts- und die Industrieversion pflegen, in dem Neuentwicklungen erstmals integriert und getestet werden können. So sollen Innovationen auch schneller in den offiziellen Kernel gelangen.

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