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Fr, 4. November 2011, 10:18

Software::Entwicklung

Oracle öffnet JavaFX

Oracle hat angekündigt, das Framework für Web-Client-Anwendungen JavaFX freizugeben und in die Java-Entwicklungsumgebung OpenJDK zu integrieren.

Als JavaFX, damals noch von Sun, vor dreieinhalb Jahren erstmals vorgestellt wurde, hofften viele auf einen freien Konkurrenten für Adobe Flash und Microsoft Silverlight. Doch JavaFX war nur kostenlos, nicht frei. Ein gewisses Interesse in der freien Softwarewelt an JavaFX war jedoch vorhanden, was im Juli 2010 zu einer Petition für die Freigabe führte. Ein Jahr später kündigte Oracle auf der Konferenz JavaOne an, die Freigabe von JavaFX in die Tat umzusetzen.

Jetzt wird der Plan allmählich konkret. Richard Bair von Oracle bestätigte das Vorhaben vor einer Woche. JavaFX soll unter dem Namen OpenJFX als neues Projekt in die Java-Entwicklungsumgebung OpenJDK integriert werden. Damit soll zugleich ein offenes Entwicklungsmodell verbunden sein. Das Ziel der Freigabe ist für Oracle vor allem, eine größere Verbreitung und Unterstützung der Gemeinschaft zu erreichen. Die Integration soll in JDK 9 offiziell abgeschlossen werden.

JavaFX ist nach Angaben von Bair ein umfangreiches Projekt mit über 6000 öffentlichen API-Komponenten (Methoden, Konstruktoren usw.), über 11500 Testfällen, CSS-Unterstützung, Hardware-beschleunigter Grafik und einigem mehr. Bairs Vorschlag folgte eine offizielle Ankündigung durch Iris Clark von Oracle. Die Freigabe soll in mehreren Stufen erfolgen. Den Anfang machen dabei die Kontrollelemente der grafischen Oberfläche. Anfänglich wird die Verwendung von OpenJFX die Verwendung der JavaFX-Binärpakete erfordern.

Oracle will rund 40 Entwickler in das OpenJFX-Projekt einbringen, die in Clarks Ankündigung namentlich genannt werden. Das OpenJDK-Projekt muss nun über die Aufnahme von OpenJFX abstimmen, was wahrscheinlich reine Formsache ist.

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