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Do, 10. November 2011, 11:13

Software::Desktop::KDE

Ausblick auf Plasma in KDE 4.8

Die in zwei Monaten fällige Version 4.8 KDE SC wird zahlreiche Änderungen im Window-Manager und an der Desktop-Oberfläche Plasma enthalten. Die meisten neuen Komponenten nutzen QtQuick.

kde.org

Dies geht aus einem Ausblick hervor, den Plasma-Hauptentwickler Aaron Seigo in seinem Blog liefert. Seigo arbeitet nach eigenen Angaben zur Zeit an Neuerungen für Plasma Active, über die er derzeit noch keine Details liefern will, die sich aber im nächsten Jahr auszahlen werden.

Aber auch für das Ende Januar zu erwartende KDE SC 4.8 wird es viele Änderungen in KWin und den Plasma Workspaces geben. Eine der Änderungen betrifft das Sperren des Bildschirms, das bisher einem separaten Screensaver überlassen war. Künftig ist die Funktion im Window-Manager KWin integriert. Dies verbessert zum einen die Sicherheit, da KWin, der zugleich auch Compositing-Manager ist, sicherstellen kann, dass keinerlei Bildschirminhalte sichtbar werden, wenn der Schirm gesperrt ist. Ein externes Programm konnte das nicht absolut zuverlässig sicherstellen.

Da KWin auch auf das Darstellen von Fensterinhalten verzichten kann, wenn der Bildschirm gesperrt ist, ergibt sich auch ein kleiner Leistungsgewinn. Zusätzlich wird die Funktionalität unabhängig von X11, da sie in QtQuick implementiert ist. Dies vereinfacht nach Seigo zusätzlich den Code, macht ihn damit weniger fehleranfällig und sieht zudem besser aus. Der Nachteil ist, dass vorhandene Screensaver-Module mit der neuen Lösung nicht funktionieren. Wahrscheinlich wird es kein Problem sein, die meisten Module an die neue Lösung anzupassen, dazu schweigt Seigo sich aber aus. Nach seinen Angaben ergab eine Umfrage unter Benutzern, dass sie diesen kleinen Nachteil angesichts der Vorteile gern in Kauf nehmen.

Für Splash-Fenster wurde eine neue Implementierung entwickelt, die ebenfalls auf QtQuick fußt. Sie ist laut Seigo prinzipbedingt langsamer als die alte Implementierung, da sie die Qt-Bibliothek benötigt. In Messungen seien aber keine Verzögerungen festgestellt worden. Der Vorteil der neuen Lösung ist besseres Aussehen, mögliche Animationen und mehr Flexibilität. Die alte Lösung ksplashx bleibt aber erhalten und ist vorerst noch der Standard.

Verbesserungen wurden auch beim Auswahlpanel der Eingabemethode vorgenommen, die hauptsächlich für ostasiatische Sprachen benötigt wird. Auch die Bildschirmtastatur wurde verbessert, vor allem in der Geschwindigkeit, die laut Seigo von »gerade noch akzeptabel« auf »verzögerungsfrei« gebracht wurde. Das Task-Widget und die Bibliothek libtaskmanager wurden von zahlreichen sichtbaren Fehlern befreit. Außerdem wurden Verbesserungen aus dem Plasmoid »Icon Tasks« in libtaskmanager übernommen, was in besseren Starter-Anwendungen und schöneren Kontextmenüs resultieren soll.

Die Funktion »Bild des Tages« arbeitete laut Seigo ineffizient, da sie alle zwei Sekunden nach neuen Bildern suchte; dies wurde jetzt wesentlich verbessert. Seigo schrieb zudem ein Plugin für den Desktop-Hintergrund, das die Funktion nutzt. Dabei wurden auch ein paar Probleme im Bilderrahmen behoben.

Ein Summer of Code-Projekt zeigt nun seine Ergebnisse in Plasma mit den Plasma QtComponents. Damit steht eine vollständige Menge von QtComponents für die Verwendung mit Plasma bereit. Der Indikator, der neu angeschlossene Geräte anzeigt, wurde in QtQuick neu implementiert, äußerlich änderte sich allerdings nichts. Weitere Verbesserungen im kommenden Plasma sind unter anderem, dass Plasmoids beliebige Steuerpanels in ihre Einstellungsdialoge integrieren können, und die Fensterumschaltung in KWin mit QtQuick neu geschrieben wurde.

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