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Mi, 30. November 2011, 13:11

Software::Grafik

Cinepaint 1.0 erschienen

Nach über drei Jahren ohne Veröffentlichung ist Cinepaint, ein Programm zur Bearbeitung von Filmen, in Version 1.0 erschienen.

Die Veröffentlichung von Cinepaint 1.0 kommt ziemlich überraschend, nachdem es dreieinhab Jahre keine neue Version gegeben hatte. Ganz inaktiv war das Projekt allerdings nie. Nun hat es den Stabilität versprechenden Stand von Version 1.0 erreicht, produktiv genutzt wird die Software in zahlreichen Filmstudios in Hollywood aber schon seit über zehn Jahren.

Was GIMP für die Bearbeitung von normalen Bildern, ist Cinepaint für Filme. Das Projekt begann schon 1998 als Abkömmling von GIMP, dessen Änderungen von den GIMP-Entwicklern aber nie akzeptiert wurden. Die wesentlichen Änderungen von Cinepaint gegenüber dem offiziellen GIMP waren ursprünglich die Unterstützung für 16 bit Farbtiefe für jede RGB-Farbe, eine Bildverwaltung sowie eine andere Benutzeroberfläche mit Pulldown-Menüs. Denn bei der Nachbearbeitung von Filmen, wo z.B. Staubkörner, Kratzer und andere Fehler entfernt werden, werden alle Einzelbilder des Films mit 3x16 bit Farbtiefe gescannt. Im weiteren Verlauf der Entwicklung entfernte sich Cinepaintnoch weiter von GIMP und implementierte Teile des Codes in C++ und wechselte von GTK+ auf FLTK als GUI-Toolkit.

Version 1.0 enthält gegenüber der letzten Version 0.22-1 (es gab nachfolgend offenbar weitere Versionen bis 0.26, die aber nicht als Tar-Archiv publiziert wurden) nur wenige Änderungen. Die Erhöhung der Versionsnummer auf 1.0 hatte laut Robin Rowe, einem der Projektinitiatoren, rein administrative Gründe. Der Code wurde an aktuelle Umgebungen angepasst, so dass er sich wieder compilieren lässt, enthält aber noch weitere Fehler. Nach einer Analyse von Libre Graphics World wurden in der Tat keine größeren Änderungen eingebaut, insbesondere nicht aus dem Fork von Kai-Uwe Behrmann. Dementsprechend sind Teile von Cinepaint technologisch noch auf dem Stand der Jahrtausendwende mit einer beschränkten Auswahl von Werkzeugen und einer alternden Oberfläche.

Rowe gab keine Hinweise auf die weitere Entwicklung von Cinepaint. Da der Code jedoch offen ist, dürfte sich spätestens dann, wenn der Bedarf dringend genug ist, wieder jemand finden, der den Code verbessert, vielleicht auch direkt bei den Hollywood-Studios.

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Kommentare (Insgesamt: 18 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Erinnert an die Programmiersprache Dylan (kommtentiertteriert, Do, 1. Dezember 2011)
Re[3]: Fragmentierung (Maxxxxx, Do, 1. Dezember 2011)
Re: windows version ? (Maxxxxx, Do, 1. Dezember 2011)
Re[5]: Fragmentierung (LH_, Do, 1. Dezember 2011)
windows version ? (uuuu, Do, 1. Dezember 2011)
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