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Mi, 14. Dezember 2011, 12:19

Software::Web

ownCloud kündigt professionellen Support an

Das neugegründete Unternehmen ownCloud will Produkte und Dienste auf Basis der gleichnamigen Cloud-Lösung anbieten. ownCloud erlaubt die zentrale Speicherung von Daten »in der Wolke«, wobei die eigentlichen Daten auf dem eigenen Server gespeichert werden.

ownCloud und das Synchronisationswerkzeug »Mirall«

Mirko Lindner

ownCloud und das Synchronisationswerkzeug »Mirall«

Owncloud wurde im Januar 2010 von KDE-Entwickler Frank Karlitschek beim Camp KDE 2010 initiiert. Er stellte fest, dass die meisten Anwender einen einfachen Zugang zu Anwendungen, eine Anbindung an soziale Netze und einen standortunabhängigen Zugriff auf Daten wünschen. Die Tradition, in der ein Anwender an lokale Daten gebunden ist, unterliegt mittlerweile einem Wandel, denn die Zahl der Rechner, die ein Anwender einsetzt, wird immer größer, auch durch Tablets, Netbooks und Mobiltelefone. Je größer die Zahl dieser Rechner, desto größer wird jedoch auch der Aufwand, die Daten zwischen ihnen zu synchronisieren. Kein Wunder, dass eine wachsende Anzahl von Benutzern ihre Daten über Dienste wie Last.fm, Pandora, Facebook oder flickr verwalten.

Die Lösung steht unter der AGPLv3 und kann von jedem Nutzer eingesetzt werden, der über Webspace mit PHP-Unterstützung verfügt. Damit soll sichergestellt werden, dass Anwender ihre Daten nicht anderen Anbietern, etwa Google oder Dropbox, anvertrauen müssen, aber trotzdem leichten Zugang zu dem Online-Speicher haben. Die in der privaten Cloud abgelegten Daten sind via WebDAV oder eine Weboberfläche zugänglich, die Datenübertragung erfolgt SSL-verschlüsselt. Dedizierte Clients sind zwar in Arbeit, produktiv aber noch nicht einsetzbar.

Mit dem neuen Startup will ownCloud nun auch Produkte und Dienste auf Basis der Lösung anbieten. Gründer des Unternehmens sind der Initiator des Projektes, Frank Karlitschek, und Markus Rex. Rex war bis zur Übernahme von Novell für den Bereich Open Platform Solutions verantwortlich und bekleidete auch die Funktion des Entwicklungschefs der Suse Linux AG.

Das Geschäftsmodell des neuen Unternehmens ähnelt dem von Red Hat, SUSE, Nokia/Trolltech, MySQL, Kolab Systems und anderen Unternehmen aus dem Open-Source-Umfeld, so die beteiligten Personen. So soll ownCloud Inc. Dienstleistungen und Support rund um die Lösung anbieten, die Plattform selbst aber weiterhin offen bleiben. Auch die Entwicklung soll weiterhin offen vorangetrieben werden, so dass sich ownCloud weiterhin als ein von der Gemeinschaft betriebenes Projekt verstehen kann.

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