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Fr, 16. Dezember 2011, 07:59

Software::Kernel

Erste Version von kmod angekündigt

Weil der vielfache Aufruf von modprobe in initialen RAM-Disks ineffizient ist, haben Entwickler von ProFUSION eine Bibliothek für die Verwaltung von Kernel-Modulen geschrieben.

Linux-Distributionen nutzen aus Gründen der Flexibilität so viele Komponenten des Kernels wie möglich als Module. Diese werden traditionell mit den Programmen insmod, rmmod und lsmod verwaltet. Dazu kommt das etwas komplexere modprobe zum einfacheren Laden von Modulen.

Da es bisher keine Bibliothek gab, die diese Funktionalität bereitstellt, griffen alle Programme auf direkte Aufrufe dieser Tools, insbesondere modprobe, zurück. Dieser Aufruf hat aber einen erheblichen Overhead, insbesondere wenn er, wie in initialen RAM-Disks, mehrfach durchgeführt wird.

Entwickler von ProFUSION, einer brasilianischen Firma, die Software für eingebettete Geräte schreibt, haben nun die Lücke geschlossen und kmod 1 angekündigt. Wie die Entwickler schreiben, wird das erste Programm, das kmod nutzt, udev sein. udev ist für das automatische Anlegen von Gerätedateien in /dev und das Laden von Modulen zuständig, wenn der Kernel entsprechende Hardware erkannt hat. Bisher verließ sich udev auf den direkten Aufruf von modprobe, der in der Bootphase eines Linux-Systems hundertfach vorkommen kann. Viele dieser Aufrufe haben nicht einmal eine Wirkung, weil die entsprechenden Treiber fest im Kernel eingebaut oder bereits geladen sind.

Mit libkmod kann udev diese ganzen Programmausführungen durch Funktionsaufrufe ersetzen. Das Parsen der Konfigurationsdateien und Anlegen von Indexen muss nur ein einziges Mal erfolgen. Messungen liegen offenbar noch nicht vor, aber die Umstellung sollte das Booten von Linux weiter beschleunigen. Neben udev wird wahrscheinlich auch Systemd die Bibliothek bald benutzen.

Neben der Bibliothek haben die Entwickler auch neue Implementationen der Tools modprobe, insmod, rmmod und lsmod geschrieben, die libkmod benutzen. Die Werkzeuge wurden unter die GPL (Version 2 oder neuer) und die Bibliothek unter die LGPL (Version 2 oder neuer) gestellt. Die Bibliothek und modprobe sind laut den Entwicklern noch nicht fertiggestellt und das API wird sich noch ändern. In kmod 2 sollen das API und modprobe vervollständigt werden, und kmod 3 soll ein vereinheitlichtes Programm »kmod« erhalten, das die bisherigen kmod-insmod, kmod-rmmod, kmod-lsmod und kmod-modprobe ersetzen wird. Der Zeitplan für diese Versionen ist noch nicht bekannt. kmod 1 kann aus dem Git-Repositorium und dem Download-Verzeichnis der Entwickler bezogen werden.

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Kommentare (Insgesamt: 2 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: cool :) (3l1t3D4rkL0r|), Fr, 16. Dezember 2011)
cool :) (lhugs, Fr, 16. Dezember 2011)
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