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Mo, 19. Dezember 2011, 21:42

Software::Distributionen::CentOS

CentOS und Oracle Linux erreichen Version 6.2

Nicht einmal zwei Wochen nach der Freigabe von Red Hat Enterprise Linux 6.2 haben sowohl das freie Projekt CentOS als auch der kommerzielle Ableger »Oracle Linux« aktualisierte Versionen ihrer Produkte herausgegeben. Bei CentOS folgt die Freigabe knapp eine Woche nch der Veröffentlichung der Version 6.1.

CentOS basiert auf Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 6.2. Wie dieses enthält auch der freie Nachbau einen erweiterten Kernel 2.6.32. Zudem wurde die Kompression der Datei initrd.img auf LZMA umgestellt, was unter anderem zu kleineren Dateien führt. Bei der Netzwerkinstallation können nun statische IPv6-Adressen verwendet werden. Ferner haben die Entwickler die von Red Hat ergänzten Treiber übernommen. Der SCSI-Treiber qla4xxx wurde modifiziert, so dass nicht mehr die Firmware, sondern open-iscsi für die iSCSI-Verwaltung zuständig ist. Zudem wurden einige SCSI-Treiber optimiert, um mit weniger Sperren auszukommen. Im Dateisystembereich wurden XFS, Parallel NFS und CIFS aktualisiert. Im Netzwerkbereich kamen der Systemaufruf sendmmsg zum Senden mehrerer Pakete auf einmal, Transmit Packet Steering (XPS) und andere Maßnahmen zur Erhöhung der Geschwindigkeit hinzu. Größere Verbesserungen gab es auch in den Virtualisierungslösungen KVM und Xen. Ersteres besitzt unter anderem eine höhere Netzwerkgeschwindigkeit und unterstützt USB 2.0, letzteres unterstützt unter anderem Memory Ballooning.

Die aktuelle Version von CentOS kommt knapp eine Woche nach der Freigabe der Version 6.1 und damit erheblich zügiger, als es noch bei Version 6.1 der Fall war. Hier mussten die Entwickler ein halbes Jahr Verspätung hinnehmen. Derzeit wird die neue Version über die CentOS-Spiegelserver verteilt. Mit der allgemeinen Verfügbarkeit wird deshalb erst in wenigen Stunden gerechnet.

Zwei Wochen nach der Freigabe von Red Hat Enterprise Linux 6.2 hat auch Oracle die kommerzielle Variante »Oracle Linux« auf den neuesten Stand gebracht. Wie auch CentOS basiert das Produkt auf den Quellen der Unternehmensdistribution von Red Hat und erweitert das Produkt um eigene Entwicklungen. Die wohl wichtigste bei Oracle stellt der Kernel dar. Neben den bereits enthaltenen Original-Kerneln liefert das Unternehmen auch den »Unbreakable Enterprise Kernel«, der nun standardmäßig installiert wird mit. Jener basiert auf der Version 2.6.32-46 von Linux und weist diverse Korrekturen und Verbesserungen auf. So wurde unter anderem der IRQ-Balancer und das Locking des Kernels verbessert. Zudem hat Oracle diverse Bereiche des Kernels, darunter auch die Netzerk I/O und Virtual Memory, beschleunigt.

Oracle Linux 6.2 ist für die zwei unterstützten Architekturen x86 und x86_64 verfügbar. Der Download kann ab sofort vom Server des Unternehmens in Form einer DVD erfolgen. Zusätzlich stellt das Unternehmen auch die Quellen des Systems auf zwei separaten DVD-Medien zum Bezug bereit.

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