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Fr, 23. Dezember 2011, 15:00

Software::Büro

Veröffentlichungskandidat von White Label Office

Team OpenOffice.org, ein in Deutschland eingetragener Verein, plant offenbar eine Abspaltung von OpenOffice.org unter dem Namen White Label Office.

Team OpenOffice.org ist wohl die Organisation oder eine von mehreren, die die Apache Foundation kürzlich mit ihrem deutlichen Hinweis auf ihre Markenrechte zur Ordnung rief. Infolgedessen sammelt der Verein mittlerweile keine Spenden mehr für OpenOffice.org, sondern für sich selbst. Ursprünglich war der Verein gegründet worden, um OpenOffice.org zu unterstützen und die jährliche OpenOffice.org-Konferenz zu organisieren. Alle Mitglieder des Vereins sind nach eigenen Angaben langjährige Mitarbeiter an OpenOffice.org und teils schon seit den Anfängen seines Vorgängers StarOffice mit dabei.

»Team OOo« will diese Programmiererfahrung offenbar nutzen, um eine fehlerbereinigte Version von OpenOffice.org 3.3 zu veröffentlichen. Ein Veröffentlichungskandidat dieses Pakets liegt nun vor, die offizielle Version ist für Januar oder Februar 2012 geplant. Allerdings erscheint diese Software nicht unter dem Namen OpenOffice.org, sondern als »White Label Office«. In der Ankündigung (PDF) heißt es, dass sich das Team nicht mit Apache bezüglich der Namensrechte einigen konnte. Von der Apache-Seite liest sich das etwas anders. Demnach hätte Team OOo wissen müssen, dass Apache die Markenrechte hält und diese nicht verhandelbar seien. Ross Gardler vom Apache OpenOffice-Projekt bezeichnet die Ankündigung von TeamOOo als plump formuliert und fordert von TeamOOo die unbedingte Einhaltung der Markenrechte.

Beide Seiten signaliseren Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit. Die Apache Foundation bezahlt ohnehin keine eigenen Mitarbeiter, sondern zählt auf die Mitarbeit von interessierten Personen oder Firmen. Team OOo will nach eigenen Angaben mitarbeiten, aus Sicht von Apache ist allerdings außer Worten noch nichts passiert. Team OOo appelliert momentan hauptsächlich an die Tatsache, dass seine Mitarbeiter viel Erfahrung mit OpenOffice.org haben, die nicht verlorengehen sollte, und seit OpenOffice.org 3.3.0 keine offizielle Version mehr erschienen ist, also Bedarf für ein Update bestehe. Angesichts der Tatsache, dass LibreOffice 3.3.1 schon seit zehn Monaten existiert, darf dieser Bedarf aber bezweifelt werden.

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