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Thema: Steigt Linux-Anteil auf dem Desktop?

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von morkl am Mo, 9. Januar 2012 um 09:47 #

Wenn ich noch einmal auf den Artikel zurückkommen darf. Dort wird ja immerhin ein Erklärungsansatz für einen - ein wenig - gestiegenen Marktanteil von Linux auf dem Desktop genannt und das sind Chrome-OS-Notebooks von Google.

Umgekehrt wird daraus auch ein Erklärungsansatz, warum Linux trotz der offensichtlichen Überlegenheit des Systems in sehr vielen Punkten (z.B. Sicherheitskonzept, speziell Virenbedrohung, Softwaremanagement-konzepte) noch nicht mehr Marktanteile erreichen konnte.

Es gibt bis jetzt noch sehr wenige PCs, die mit Linux ausgeliefert werden, was wiederum damit einhergeht, dass es sich noch kein IT-Großkonzern ernsthaft zur Aufgabe gemacht hat, Linux als kommerzielles Produkt für den Desktopeinsatz zu optimieren - völlig unabhängig davon, ob das dann Freeware bleibt oder nicht - und auf eine Weise zu vertreiben, die für unbedarfte Nutzer narrensicher funktioniert. Das betrifft insbesondere das Release-Modell aller gängigen Linux-Distributionen, die im Beta-Zustand herauskommen und in den folgenden Monaten optimiert werden. Da kommt es locker mal vor, dass am Anfang für vier Wochen der Drucker nicht mehr läuft. Für die heutigen Linux-User ist das in der Regel machbar.

Was Canonical betrifft, so haben sie mit Ubuntu Großartiges geleistet, aber die Ausgangsposition ist zu schwach, um eine große Schubkraft zu entwickeln.
Was das bedeuten würde, hat Google mit Android vorgemacht.

Warum es am Desktop noch nicht nachgemacht wurde?

Warum haben sich die Säugetiere erst nach dem Aussterben der Dinosaurier zur führenden Gattung entwickelt?

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    Von drall01 am Mo, 9. Januar 2012 um 09:57 #

    > ... IT-Großkonzern ernsthaft zur Aufgabe gemacht hat, Linux als kommerzielles Produkt für den Desktopeinsatz zu optimieren - ..

    Leider wahr. Die paar "Großen" welche ich kenne, habe es entweder selbe im Griff (800 PC's) oder zwingen ihre Dienstleister (360 PC's) per Vertrag.

    > Steigt Linux-Anteil auf dem Desktop?
    Das war bestimmt leider der letzte Wachstum.
    Linux ist,, da vom PC-Einzelhandel vernachlässigt, ein "mach-es-selbst-Betriebssystem".
    Installieren, konfigurieren, etc.
    Kurz bevor KD4 und Gnome3 die Macht übernahm, war es einfacher und besser als die Mitbewerber...
    ... aber welcher Einsteige hat die Motivation sich so was sinnlos verkompliziertes anzutun?

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    Von Lexi am Di, 17. Januar 2012 um 19:49 #

    Kein Manager ist deshalb gefeuert worden, weil er auf SAP umstellen ließ, schließlich verwenden alle SAP. So ist das leider in vielen Dingen. Man braucht mutige Entscheider, um eine Sache zu bewegen, wie z. B. Steve Jobs.

    Die Umstellung auf SAP macht natürlich Probleme und die Mitarbeiter leiden darunter. Ich muss in einer meiner Firma monatlich meine Arbeitszeiten in das SAP-System einpflegen. Schon der Gedanke daran sorgt bei mir für Stress, weil es eine Katastrophe ist, weil wir mit nichtssagenden Projektnummern hantieren müssen. Wir arbeiten mit einer Maske, in der man viel falsch machen kann. Obwohl funktioniale Abhängigkeiten bestehen zwischen Projektnummern und Parametern, ist man gezwungen, jedesmal den Unfug erneut einzutragen, als ob man auf Papier schreibt. Die Validierung erzeugt seltsame Fehlermeldungen, die keiner versteht. In der Maske arbeitet man mit Kürzeln, die nicht erkärt werden. Die leisten sich einen Ergonomie-Faux-Pas nach dem anderen.

    Der Umstieg auf ein smarteres System, wäre einfacher und langfristig erfolgreicher, weil die Menschen wieder arbeiten könnten, anstatt sich um diese Bürokratie zu kümmern. Pro Mitarbeiter gewänne man pro Monat 15 Minuten Zeit. Würde es aber bei der Umstellung auf ein System eines weniger bekannten Herstellers ein paar Problemchen geben, dann würde sofort wieder Kakophonie ausbrechen und die letzten Tage des Verantwortlichen wären gezählt.

    Unsere Kutlur hat es hervorgebracht, dass die Mehrheit lieber bei beim betsehenden bleibt, anstatt zu experimentieren, ein wenig Risiko einzugehen. Nur in Deutschland kann eine Partei gewählt werden, die mit "Keine Experimente" auf Wählerfang geht. Deswegen hat Linux auch so schwer.

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      Von brrr am Do, 19. Januar 2012 um 15:35 #

      "Unsere Kutlur hat es hervorgebracht, dass die Mehrheit lieber bei beim betsehenden bleibt, anstatt zu experimentieren, ein wenig Risiko einzugehen."

      Nicht nur unsere Kultur.
      In der Geschichte kam ein solches Verhalten sehr häufig vor, man denke nur einmal an das französische Ancien Regime oder an die russische Zarenherrschaft.
      Ohne eine entsprechend verfasste Gesellschaft "darunter" wären so lange Zeiten des fast völligen politischen Nichtwandels kaum möglich gewesen.

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