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Fr, 13. Januar 2012, 08:08

Software::Distributionen::BSD::FreeBSD

FreeBSD 9.0 freigegeben

Das FreeBSD-Projekt hat die nächste Generation des freien BSD-Betriebssystems veröffentlicht.

Anton K. Gural/freebsd.org

Etwas mehr als zwei Jahre sind seit der Freigabe von FreeBSD 8.0 vergangen. Version 9.0 erschien nun letztendlich nach mehreren Veröffentlichungskandidaten vier Monate später als ursprünglich geplant. FreeBSD 9.0 ist Dennis Ritchie gewidmet, der im Oktober 2011 verstorben ist.

Der Kernel von FreeBSD 9.0 enthält nun ein Berechtigungsmodell namens Capsicum. Es ermöglicht, Sandboxen zu erstellen, in denen die Berechtigungen Dateideskriptoren sind. Außerdem wurde der Kernel um eine Schnittstelle um die Funktionen hhook und khelp erweitert, mit denen man den Kernel dynamisch zur Laufzeit erweitern kann. Ferner erhielt der Kernel Schnittstellen, um den Ressourcenverbrauch zu messen und zu begrenzen.

Die PowerPC-Version von FreeBSD läuft nun auch auf der Playstation 3, freilich nur mit einer älteren Firmware, die von Sony noch nicht um die Möglichkeit, andere Betriebssysteme auszuführen, beraubt wurde.

USB 3.0 wird nun unterstützt und ein USB-Paketfilter wurde implementiert. Das Fast File System unterstützt nun Softupdates mit Journal und das besonders für Flash-Disks wichtige TRIM-Kommando. ZFS wurde auf Version 28 aktualisiert, die Daten-Deduplizierung, RAID mit dreifacher Parität (raidz3) und einige weitere neue Funktionen mit sich bringt. Ein Framework für hochverfügbare Speichersysteme (HAST) wurde hinzugefügt.

Weitere Neuerungen sind DTrace für Anwenderprogramme, bessere Skalierbarkeit für Systeme mit 32 und mehr Prozessoren, NUMA-Unterstützung, eine verbesserte Event-Timer-Infrastruktur, NFSv4 als Client und Server, Unterstützung für ATA-Laufwerke mit 4-KB-Sektoren, ein neuer Treiber für AHCI-SATA-Laufwerke und ATA CAM, schnelles WLAN mit IEEE 802.11n, eine Plugin-Infrastruktur für Stauvermeidung im TCP/IP-Stack und vieles mehr. Auch das Installationsprogramm wurde erneuert. Weitere Informationen über die Änderungen findet man in den Anmerkungen zur Veröffentlichung.

Da das FreeBSD-Projekt keine GCC-Version neuer als Version 4.2 ins Basissystem importieren will, da die neuen Versionen unter der GPLv3 stehen, wurde die Unterstützung für LLVM mit dem C/C++-Compiler Clang ausgebaut. Das gesamte Basissystem soll sich in relativ naher Zukunft mit Clang erzeugen lassen, so dass GCC anschließend entfernt werden kann. Natürlich wird GCC, auch in neuen Versionen, weiter im Ports-System zur Verfügung stehen. Im Ports-System findet man wie immer tausende freie Anwendungen, darunter die Desktopumgebungen Gnome 2.32.1 und KDE 4.7.3.

Der Download von FreeBSD 9.0 für 32- und 64-Bit-x86-Systeme ist von zahlreichen Spiegelservern möglich.

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