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Di, 24. Januar 2012, 13:18

Software::Distributionen

Linux Mint veröffentlicht Cinnamon 1.2

Die Distribution Linux Mint hat Cinnamon, eine Abspaltung der Gnome-Shell, in Version 1.2 freigegeben. Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass Cinnamon die Gnome 2-Traditionen aufgreift, unter anderem mit Panels und Applets.

Konfigurationsprogramm mit Applets

Clement Lefebvre

Konfigurationsprogramm mit Applets

Da Linux Mint mit der Richtung, die die Gnome-Shell eingeschlagen hatte, nicht einverstanden war, hatte das Projekt kurz vor Weihnachten 2011 Cinnamon angekündigt, eine Abspaltung der Gnome-Shell, die das alte Verhalten von Gnome 2 weitgehend wieder herstellen soll. Insbesondere gibt es in Cinnamon wieder das Panel und herkömmliche Menüs. Zudem flossen Teile der Mint-Eigenentwicklungen wie das mintMenu und eigene Starter ein.

Nur einen Monat später ist Cinnamon schon bei Version 1.2 angelangt. Diese Version ist nach Angaben von Linux-Mint-Gründer Clement Lefebvre stabil und besitzt stabile Programmierschnittstellen. Zudem stelle es einen großen Schritt vorwärts dar und bringe zahlreiche neue Funktionen.

Fotostrecke: 7 Bilder

Konfigurationsprogramm mit Applets
Konfigurationsprogramm mit Theme-Einstellung
Desktop-Layout mit zwei Panels
Desktop-Layout mit Panel am Oberrand
Desktop-Layout mit Panel am Unterrand
Cinnamon 1.2 bringt einen Teil der unter Gnome 2 einstellbaren Desktop-Effekte zurück. Die Plugins »Fade« und »Scale« ändern die Transparenz bzw. die Größe von Fenstern. Ferner wurden 30 Übergangsstile für das Ein- und Ausblenden von Fenstern definiert, wobei man auch die Dauer der Animationen festlegen kann.

Wahlweise können die Benutzer jetzt ein oder zwei Panels verwenden, am oberen oder unteren Bildschirmrand. Noch nicht möglich ist eine völlig freie Definition der Panels wie in Gnome 2.

Das neue Konfigurationsprogramm »Cinnamon Settings« bietet neue zusätzliche Konfigurationsoptionen. Zur Zeit findet man in diesem Werkzeug die Einstellung der Panels, des Kalenders, der Übersicht und der Desktop-Effekte. Darüber hinaus lassen sich Themes und Applets verwalten. Fünf Applets werden standardmäßig mitgeliefert: »Accessibility«, »Recent documents«, »Removable drives«, »Trash« und »Display«.

Desktop-Layout mit zwei Panels

Clement Lefebvre

Desktop-Layout mit zwei Panels

Ausdrücklich werden Applets ein Konzept von Cinnamon genannt, das Bezug auf die Gnome 2-Applets nimmt. Alle Applets können aktiviert oder deaktiviert werden. Im normalen Gnome 3 gibt es zwar Erweiterungen, aber nach Ansicht von Lefebvre sind diese nicht darauf ausgelegt, das gleiche wie Applets zu leisten. Sie besitzen kein definiertes API, müssen ihren Ort auf dem Desktop selbst festlegen und interagieren direkt mit dem Code der Gnome-Shell.

Demgegenüber nutzen Cinnamon-Applets ein API und sind »trivial« zu schreiben, konsistent und unabhängig von der Version von Cinnamon. Später einmal werden alle Komponenten des Cinnamon-Panels Applets sein. Lefebvre ermuntert interessierte Entwickler, Applets für Cinnamon zu schreiben.

Neben diesen Neuerungen wurde auch das Hauptmenü verbessert, und eine Reihe von Änderungen fanden unter der Haube statt. Die Kompatibilität mit der Gnome-Shell kann ab sofort nicht mehr als gegeben angesehen werden, stattdessen geht Cinnamon komplett eigene Wege. Unter anderem wurde der Window-Manager Mutter durch einen Fork namens Muffin ersetzt. Auch die Kompatibilität mit Themes der Gnome-Shell ist Vergangenheit.

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Kommentare (Insgesamt: 94 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Danke (oops, Mo, 9. April 2012)
Re[4]: ganz meine meinung (oops, Mo, 9. April 2012)
Re[4]: Sachlichkeit (oops, Mo, 9. April 2012)
Re: Cinnamon in openSUSE (abcde, Di, 7. Februar 2012)
Re[2]: so viele Beiträge (Ein Gnome-Shell-Fan, Sa, 4. Februar 2012)
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