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Di, 24. Januar 2012, 13:56

Gesellschaft::Politik/Recht

Extremadura forciert Linux-Umstellung

Die Regierung der spanischen Provinz Extremadura wird alle 40.000 Arbeitsplatzsysteme in der Verwaltung auf Linux umstellen. Zum Einsatz soll allerdings nicht mehr das kürzlich eingestampfte LinEx kommen, sondern ein auf Debian GNU/Linux basierendes System, wie es bereits seit etlichen Jahren im Gesundheitssystem eingesetzt wird.

Die westspanische Provinz Extremadura hatte bereits vor fast zehn Jahren begonnen, in großem Stil auf Linux zu setzen. Die IT-Verantwortlichen vor Ort stellten eine eigene Linux-Distribution auf Basis von Debian Woody zusammen und dürften inzwischen weit über 100.000 PCs von Windows auf Linux migriert haben. Einen Dämpfer erhielt das Vorhaben allerdings, als letztes Jahr bekannt wurde, dass die verantwortlichen die Entwicklung der eigenen Distribution stoppen wollen. Unter anderem kamen auch Spekulationen auf, dass die Beendigung des Projekts einen Ausstieg aus der Strategie bedeuten könnte. Wie sich nun zeigt, ist genau das Gegenteil der Fall.

Denn wie die Verantwortlichen nun bekannt gaben, sollen bis Ende dieses Jahres sämtliche Arbeitsplätze in der öffentlichen Verwaltung auf Linux umgestellt werden. Betroffen von dem Vorhaben sind 40.000 Rechner, was europaweit eine der größten Migrationen bedeuten würde. Zum Vergleich: Die Umstellung in München von Windows auf Linux umfasst um die 14.000 Systeme.

Wie der CIO der Provinz, Cayetano López, sagte, soll die Umstellung bereits im Frühjahr beginnen. Den Anfang wird dabei die Hauptverwaltung in Mérida machen, die binnen sechs Monaten umgestellt werden soll. Als Distribution kommt ein auf Debian GNU/Linux basierendes System, wie es bereits seit etlichen Jahren im Gesundheitssystem eingesetzt wird, zum Einsatz. Dadurch soll es der Region möglich sein, binnen kürzester Zeit das System an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Als Zeitvorgabe für die Anpassung stehen drei Monate im Raum.

Als Grund für die Migration nannte López die Notwendigkeit, einen einheitlichen und einfach zu benutzenden Desktop zu haben. Zudem ist es den Verantwortlichen wichtig, dass die Verwaltung der Systeme »Remote« erfolgen kann. Doch auch die unter Linux nicht vorhandenen Viren und die nicht vorhandenen Lizenzkosten spielten eine große Rolle bei der Entscheidung.

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