Von Späte Einsicht am Do, 2. Februar 2012 um 17:02 #
1. Alte Spiele zu verhältnismäßig hohen Preisen, die unter Windows zu Spottpreisen angeboten wurden.
2. Das falsche Festhalten an der Denke, daß man Linux User die Spiele spielen, strikt von den Windows Usern trennen könnte und von denen natürlich "überhaupt" keiner Dualbooter wäre.
3. Und dann auch noch aus Punkt 2 folgend die Meinung, daß man 10 Jahre alte Spiele weiterhin für > 40 € anbieten könnte, weil man ja ein von Windows unabhängiger Markt wäre und Linux User bereit wären, für 10 Jahre alte Spiele noch 40 € zu bezahlen und noch, weil man ja eine große Lagerhalle hätte, in der man die Uraltspiele aufbewahren könnte, weswegen es nicht notwendig wäre, durch Preissenkungen die Lagerhallen leer zu machen. Das nach 5 Jahren auch nach 10 Jahren keiner diese Haldenspiele mehr kauft, ging Mr. Simms leider auch nie in den Kopf.
4. Der verirrte Plan DRM und Online Aktivierung einzuführen, bei einer Gruppe wie die Linuxuser, die die Freiheit ihrer Software mehr als hoch einschätzen und jede Form von DRM eher ablehnen als dieses zu akzeptieren.
5. Die ewige Wartezeit bis ein Spiel endlich portiert war. Von der Ankündigung bis zum Angebot vergingen nicht selten 3 Jahre und bei der Ankündigung war das eigentliche Spiel unter Windows nicht selten schon seit > 3 Jahren auf dem Markt. "Bandits: Phoenix Rising" ist z.B. immer noch nicht released. Unter Windows hat dieses Spiel schon 10 Jahre auf dem Buckel.
6. Teils fragwürdige Spieletitel mit geringen Erfolgsaussichten von denen man sich die Portierung und Lizenzkosten eigentlich getrost sparen hätte können. Das Geld und die Portierungszeit hätte man auch gut in ausgewähltere Titel investieren können. Bei manchen Titeln hat das ja durchaus funktioniert. Aber leider verlief es nach dem Motto "Hauptsache man kann irgendeinen Müll anbieten." Es gab zwar so Verrückte, die auch diesen Spieleschrott gekauft haben in der Hoffnung sie würden damit Linxu etwas gutes tun, aber ich für mich kann jedenfalls sprechen, daß ich mir diesen Spieldreck nie gekauft habe. Es gibt in der Windowswelt durchaus Spiele die keine AAA Spiele sind, aber trotzdem spielerisch gut sind und Lizenzkostenmäßig günstig sein könnten, auf diese hätte man sich konzentrieren sollen, aber anscheinend wurde lieber alles was man kriegen konnte genommen, so daß es dazu führte, daß viele angekündigte Spiele nie bis heute portiert wurden. Wie soll das auch funktionieren, mit wenigen Entwicklern oder falls es viele sind, hohe Personalkosten bei gleichzeitig sinkender Nachfrage weil die selben Spiele für Windows inzwischen zu Spottpreisen angeboten wurden?
7. Die Beschränkung auf nur eine einzige Plattform. Man hätte versuchen sollen, als Multiplattform Publisher aufzutreten, dann hätte man da, wo es möglich ist (also keine Vertriebsprobleme mit anderen Publishern im Wege stehen) versuchen können, Linux Spiele auf den Markt zu bringen und die Kosten durch einen höheren Umsatz durch gute Windowsverkaufszahlen zu decken.
Alle diese Punkte dürften die waren Gründe sein und der Ausstieg ist nun nur ein Versuch, mit gehobenem Kopf aus der Misere noch herauszukommen. Denn der Nachfolger hat nun freie Handlungsmöglichkeiten und kann einige fehlerhafte Strategien über den Haufen werfen, ohne das man ihn deswegen groß kritisieren können wird.
Mr. Simms hätte die Strategischen Fehler besser frühzeitig selbst erkennen sollen, dann wäre er heute wohl noch im Geschäft oder auch nicht, falls es Marktbedingt sowieso nicht auf eigenen Füßen stehen kann.
Von Unterschreiber am Do, 2. Februar 2012 um 18:45 #
signed. Zumal Marketing ja auch nicht deren Stärke ist. Andererseits könnte es vielleicht schwer sein, an neue AAA/gute Spiele zu kommen, weil man dafür zu viel bezahlen muss oder der Besitzer überhaupt kein Interesse hat.
Von Späte Einsicht am Do, 2. Februar 2012 um 21:45 #
Nunja, es gibt ja durchaus noch gute AA Spiele die günstig sind, man sollte nur die Spreu vom Weizen trennen und nicht einfach jedes AA Spiel nehmen, wie bereits geschehen.
Ist bei Filmen ja auch nicht anders, wo es Jenseits der Blockbusterfilme auch gute Perlen bzw. gute B-Movies gibt.
Das die Besitzer kein Interesse haben könnten, ist leider wahr. Da wird man dann wohl nichts machen können. Aber man sollte einfach aufhören einfach jedes Spiel zu nehmen, das macht einach keinen Sinn.
Seinen Enthusiasmus in allen Ehren: BWL-technisch waren die meisten Titel eine Katastrophe. Man braucht sich nur mal Sacred anzuschauen. Läuft bestens unter WINE, war schon bei diversen Spielezeitungen auf der Beilage CD/DVD und LGP bringt das Ganze mit ewig Verspätung für nen satten Preis raus.
Der einzig vernünftige Ansatz für Games unter Linux (falls der Hersteller nicht vorweg auf Portabilität achtet): Keine vollständige Portierung, sondern stetige Gegentests während der Entwicklung, ob das Spiel mit einer spezifischen Version von WINE stressfrei funktioniert (siehe z.B. Ansatz Linux Gametree). Falls es Probleme gibt, den entsprechenden Teil im Spiel anpassen.
Ist schon klar, dass das große 3D Popcorn Kino (Crysis 2, BF3, etc) nicht unbedingt dafür geeignet ist, aber WINE zeigt eindrucksvoll, dass auch graphisch hübsche Spiele gut unter Linux laufen können.
Voraussetzung: Man muss pragmatisch sein und nicht auf "only Linux native is good" pochen.
Von da-real-lala am Sa, 4. Februar 2012 um 11:14 #
Das ist eigentlich eine gute Idee. Ich glaube die wuerden ihre Spiele schneller loswerden wenn sie die (da sie ja eh schon uralt sind) als Bundles verkaufen wuerden. Etwa so aehnlich wie damals Best of Games oder Golden Games. 20 Spiele fuer €35, das wuerde dann schon eher jemand kaufen. Und portieren muss man ja auch nicht. Einfach fuer jedes Spiel in einem Ordner ein statisch kompiliertes Wine dirn haben, dass 100% mit dem Game funktioniert. Gegebenenfalls einfach Spieler warnen, dass vielleicht Grafikkarte X nicht so richtig geht und aehnliches. Das hat Google Earth ja auch so gemacht. In der Windowswelt. had das Sega auch so gemacht -- eine CD mit vielen Sega Mega Drive spielen -- im Hintergrund werkelte ein Emulator. Und dann einfach einen fancy Spielestarter designen der dann Wine laedt, welches wiederum das Spiel laedt. Man koennte auch genauso viele Spiele lizenzieren die unter all diesen Emulatoren laufen, zBsp. all diese Zeldaspiele auf eine CD werfen.
Von Native Ports bitte am Sa, 4. Februar 2012 um 11:50 #
Und portieren muss man ja auch nicht. Einfach fuer jedes Spiel in einem Ordner ein statisch kompiliertes Wine dirn haben, dass 100% mit dem Game funktioniert.
Das sehe ich nicht so. Wenn ich für eine Linuxversion schon Geld bezahle, dann möchte ich davon schon einen nativen Linux Port haben.
Denn bei einer Wine gestützten Windows Version, kann ich auch gleich das Spiel vom Windows Original Publisher kaufen.
eben. Von den Leistungs- und Grafikqualitaetsverlusten. Ich habe noch kein Spiel mit WINE erlebt, das aehnlich performant lief wie nativ unter Windows. Daher ist eine native Entwicklung/Portierung entscheidend. Fuer mich jedenfalls.
Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber wenn ich irgend ein Spiel unter Linux spielen möchte, dann installiere ich die Windows-Version mit WINE und das Spiel läuft meist perfekt. Vielleicht habe ich das Glück, das was meinem Geschmack entspricht zufällig mit WINE gut nutzbar ist aber vielleicht ist auch WINE in Sachen Spiele mittlerweile so gut ausgereift, dass man nahezu jedes Windows-Spiel unter Linux nutzen kann.
Vor einigen Jahren hatte ich mir "Reise nach Nordland" für Linux zugelegt, wobei die Portierung bei mir recht Buggy lief. Da funktionierte die Windows-Version, die es nicht lange nach Erscheinen der Linux-Portierung bereits als Beilage einer Comuterzeitschrift gab, sogar viel besser.
Neben Linux verwende ich auch Mac OS X, wofür es mehr Spiele-Portierungen gibt. Auch diese laufen oftmals nicht besonders perfekt und sind sehr resourcenfressend. Und hier gibt es genauso wie bei den Linux-Portierungen das Phänomen, dass eine Portierung so lange auf sich warten lässt, dass bis zum Erscheinen die Windows-Version bereits in Wühlkisten verramscht wird.
Aber warum laufen viele Portierungen nicht besser, als die Windows-Version mit WINE? Ganz einfach deshalb, weil das Programm nach einem ähnlichen Prinzip arbeitet. Die Spiele werden auf ihrem nativen System (meist Windows) mit Hilfe kommerzieller Frameworks und APIs entwickelt, die es für die anderen Betriebssysteme garnicht gibt. Also bedeutet Portierung meist, dass man einen Wrapper entwickelt, der die Funktionsaufrufe dieser APIs abfängt und die Daten aufbereitet an native Funktionen weiter gibt. Das macht WINE on the fly, wobei in WINE dafür der Code jahrelanger Entwicklungsarbeit steckt, während man bei einer Portierung das Rad ständig neu erfindet.
Damit denke ich, dass Portierungen eigentlich überflüssig sind. Ist eine Linux-Version gewünscht, dann sollte man nichts weiter tun, als die native Version darauf zu optimieren, dass sie mit WINE richtig läuft.
1. Alte Spiele zu verhältnismäßig hohen Preisen, die unter Windows zu Spottpreisen angeboten wurden.
2. Das falsche Festhalten an der Denke, daß man Linux User die Spiele spielen, strikt von den Windows Usern trennen könnte und von denen natürlich "überhaupt" keiner Dualbooter wäre.
3. Und dann auch noch aus Punkt 2 folgend die Meinung, daß man 10 Jahre alte Spiele weiterhin für > 40 € anbieten könnte, weil man ja ein von Windows unabhängiger Markt wäre und Linux User bereit wären, für 10 Jahre alte Spiele noch 40 € zu bezahlen und noch, weil man ja eine große Lagerhalle hätte, in der man die Uraltspiele aufbewahren könnte, weswegen es nicht notwendig wäre, durch Preissenkungen die Lagerhallen leer zu machen. Das nach 5 Jahren auch nach 10 Jahren keiner diese Haldenspiele mehr kauft, ging Mr. Simms leider auch nie in den Kopf.
4. Der verirrte Plan DRM und Online Aktivierung einzuführen, bei einer Gruppe wie die Linuxuser, die die Freiheit ihrer Software mehr als hoch einschätzen und jede Form von DRM eher ablehnen als dieses zu akzeptieren.
5. Die ewige Wartezeit bis ein Spiel endlich portiert war. Von der Ankündigung bis zum Angebot vergingen nicht selten 3 Jahre und bei der Ankündigung war das eigentliche Spiel unter Windows nicht selten schon seit > 3 Jahren auf dem Markt. "Bandits: Phoenix Rising" ist z.B. immer noch nicht released. Unter Windows hat dieses Spiel schon 10 Jahre auf dem Buckel.
6. Teils fragwürdige Spieletitel mit geringen Erfolgsaussichten von denen man sich die Portierung und Lizenzkosten eigentlich getrost sparen hätte können. Das Geld und die Portierungszeit hätte man auch gut in ausgewähltere Titel investieren können. Bei manchen Titeln hat das ja durchaus funktioniert.
Aber leider verlief es nach dem Motto "Hauptsache man kann irgendeinen Müll anbieten."
Es gab zwar so Verrückte, die auch diesen Spieleschrott gekauft haben in der Hoffnung sie würden damit Linxu etwas gutes tun, aber ich für mich kann jedenfalls sprechen, daß ich mir diesen Spieldreck nie gekauft habe.
Es gibt in der Windowswelt durchaus Spiele die keine AAA Spiele sind, aber trotzdem spielerisch gut sind und Lizenzkostenmäßig günstig sein könnten, auf diese hätte man sich konzentrieren sollen, aber anscheinend wurde lieber alles was man kriegen konnte genommen, so daß es dazu führte, daß viele angekündigte Spiele nie bis heute portiert wurden.
Wie soll das auch funktionieren, mit wenigen Entwicklern oder falls es viele sind, hohe Personalkosten bei gleichzeitig sinkender Nachfrage weil die selben Spiele für Windows inzwischen zu Spottpreisen angeboten wurden?
7. Die Beschränkung auf nur eine einzige Plattform. Man hätte versuchen sollen, als Multiplattform Publisher aufzutreten, dann hätte man da, wo es möglich ist (also keine Vertriebsprobleme mit anderen Publishern im Wege stehen) versuchen können, Linux Spiele auf den Markt zu bringen und die Kosten durch einen höheren Umsatz durch gute Windowsverkaufszahlen zu decken.
Alle diese Punkte dürften die waren Gründe sein und der Ausstieg ist nun nur ein Versuch, mit gehobenem Kopf aus der Misere noch herauszukommen.
Denn der Nachfolger hat nun freie Handlungsmöglichkeiten und kann einige fehlerhafte Strategien über den Haufen werfen, ohne das man ihn deswegen groß kritisieren können wird.
Mr. Simms hätte die Strategischen Fehler besser frühzeitig selbst erkennen sollen, dann wäre er heute wohl noch im Geschäft oder auch nicht, falls es Marktbedingt sowieso nicht auf eigenen Füßen stehen kann.
signed.
Zumal Marketing ja auch nicht deren Stärke ist.
Andererseits könnte es vielleicht schwer sein, an neue AAA/gute Spiele zu kommen, weil man dafür zu viel bezahlen muss oder der Besitzer überhaupt kein Interesse hat.
Nunja, es gibt ja durchaus noch gute AA Spiele die günstig sind, man sollte nur die Spreu vom Weizen trennen und nicht einfach jedes AA Spiel nehmen, wie bereits geschehen.
Ist bei Filmen ja auch nicht anders, wo es Jenseits der Blockbusterfilme auch gute Perlen bzw. gute B-Movies gibt.
Das die Besitzer kein Interesse haben könnten, ist leider wahr. Da wird man dann wohl nichts machen können.
Aber man sollte einfach aufhören einfach jedes Spiel zu nehmen, das macht einach keinen Sinn.
Um mal ein Beispiel eines guten B-Movies zu nennen,
Tremors fand ich klasse:
http://www.youtube.com/watch?v=-2XlKqCTXFg
Signed as well.....
Seinen Enthusiasmus in allen Ehren: BWL-technisch waren die meisten Titel eine Katastrophe. Man braucht sich nur mal Sacred anzuschauen. Läuft bestens unter WINE, war schon bei diversen Spielezeitungen auf der Beilage CD/DVD und LGP bringt das Ganze mit ewig Verspätung für nen satten Preis raus.
Der einzig vernünftige Ansatz für Games unter Linux (falls der Hersteller nicht vorweg auf Portabilität achtet):
Keine vollständige Portierung, sondern stetige Gegentests während der Entwicklung, ob das Spiel mit einer spezifischen Version von WINE stressfrei funktioniert (siehe z.B. Ansatz Linux Gametree). Falls es Probleme gibt, den entsprechenden Teil im Spiel anpassen.
Ist schon klar, dass das große 3D Popcorn Kino (Crysis 2, BF3, etc) nicht unbedingt dafür geeignet ist, aber WINE zeigt eindrucksvoll, dass auch graphisch hübsche Spiele gut unter Linux laufen können.
Voraussetzung: Man muss pragmatisch sein und nicht auf "only Linux native is good" pochen.
Das ist eigentlich eine gute Idee. Ich glaube die wuerden ihre Spiele schneller loswerden wenn sie die (da sie ja eh schon uralt sind) als Bundles verkaufen wuerden. Etwa so aehnlich wie damals Best of Games oder Golden Games. 20 Spiele fuer €35, das wuerde dann schon eher jemand kaufen.
Und portieren muss man ja auch nicht. Einfach fuer jedes Spiel in einem Ordner ein statisch kompiliertes Wine dirn haben, dass 100% mit dem Game funktioniert. Gegebenenfalls einfach Spieler warnen, dass vielleicht Grafikkarte X nicht so richtig geht und aehnliches. Das hat Google Earth ja auch so gemacht. In der Windowswelt. had das Sega auch so gemacht -- eine CD mit vielen Sega Mega Drive spielen -- im Hintergrund werkelte ein Emulator. Und dann einfach einen fancy Spielestarter designen der dann Wine laedt, welches wiederum das Spiel laedt.
Man koennte auch genauso viele Spiele lizenzieren die unter all diesen Emulatoren laufen, zBsp. all diese Zeldaspiele auf eine CD werfen.
Das sehe ich nicht so.
Wenn ich für eine Linuxversion schon Geld bezahle, dann möchte ich davon schon einen nativen Linux Port haben.
Denn bei einer Wine gestützten Windows Version, kann ich auch gleich das Spiel vom Windows Original Publisher kaufen.
eben. Von den Leistungs- und Grafikqualitaetsverlusten. Ich habe noch kein Spiel mit WINE erlebt, das aehnlich performant lief wie nativ unter Windows. Daher ist eine native Entwicklung/Portierung entscheidend. Fuer mich jedenfalls.
Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber wenn ich irgend ein Spiel unter Linux spielen möchte, dann installiere ich die Windows-Version mit WINE und das Spiel läuft meist perfekt. Vielleicht habe ich das Glück, das was meinem Geschmack entspricht zufällig mit WINE gut nutzbar ist aber vielleicht ist auch WINE in Sachen Spiele mittlerweile so gut ausgereift, dass man nahezu jedes Windows-Spiel unter Linux nutzen kann.
Vor einigen Jahren hatte ich mir "Reise nach Nordland" für Linux zugelegt, wobei die Portierung bei mir recht Buggy lief. Da funktionierte die Windows-Version, die es nicht lange nach Erscheinen der Linux-Portierung bereits als Beilage einer Comuterzeitschrift gab, sogar viel besser.
Neben Linux verwende ich auch Mac OS X, wofür es mehr Spiele-Portierungen gibt. Auch diese laufen oftmals nicht besonders perfekt und sind sehr resourcenfressend. Und hier gibt es genauso wie bei den Linux-Portierungen das Phänomen, dass eine Portierung so lange auf sich warten lässt, dass bis zum Erscheinen die Windows-Version bereits in Wühlkisten verramscht wird.
Aber warum laufen viele Portierungen nicht besser, als die Windows-Version mit WINE? Ganz einfach deshalb, weil das Programm nach einem ähnlichen Prinzip arbeitet. Die Spiele werden auf ihrem nativen System (meist Windows) mit Hilfe kommerzieller Frameworks und APIs entwickelt, die es für die anderen Betriebssysteme garnicht gibt. Also bedeutet Portierung meist, dass man einen Wrapper entwickelt, der die Funktionsaufrufe dieser APIs abfängt und die Daten aufbereitet an native Funktionen weiter gibt. Das macht WINE on the fly, wobei in WINE dafür der Code jahrelanger Entwicklungsarbeit steckt, während man bei einer Portierung das Rad ständig neu erfindet.
Damit denke ich, dass Portierungen eigentlich überflüssig sind. Ist eine Linux-Version gewünscht, dann sollte man nichts weiter tun, als die native Version darauf zu optimieren, dass sie mit WINE richtig läuft.
Der neue Chef hat inzwischen in seinem Blog geantwortet:
http://blog.linuxgamepublishing.com/2012/02/04/greetings-fellow-linux-gamers/
...und weiter geht es mit Uralt-Spielen. Disciples 2 & Bandits: Phoenix Rising sind doch schon 9 Jahre alt. *augenroll*
Schlimmer noch! Disciples 2 Gold Edition von GOG.com läuft schon prima mit 1.3.37. Was will er den da noch portieren?!?!?